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Apple wegen iTunes-Gutschein-Betrug verklagt

20.07.2020 | 11:21 Uhr | Halyna Kubiv

Eine Sammelklage in den USA zielt auf die bekannten Betrugsmaschen mit iTunes-Gutscheinen.

Offenbar nehmen¬† Betrugsversuche mit iTunes-Gutscheinen vor allem in den USA zu. Zuletzt hat selbst die Beh√∂rde FTC (Federal Trade Commission) eine Warnung ver√∂ffentlicht , nicht auf die Anrufe mit vermeintlichen Covid-19-Tests, Soforthilfen w√§hrend der Pandemie etc. reinzufallen. Die Betr√ľger bedienen sich oft einer Masche mit iTunes-Gutscheinen ‚Äď diese sind digital, im Unterschied zu einer Bank√ľberweisung muss man keinen Namen und Bankverbindungen preisgeben, sobald das Opfer die sechzehnstellige Code-Zahl durchsagt, ist das Guthaben sofort abgebucht. Kein Wunder also, dass Betr√ľger die iTunes-Gutscheine als eigene W√§hrung betrachten.

Apple weist zwar auf einer eigenen Seite hin, dass man blo√ü keine Rechnungen, Versicherungskosten oder Steuern mit iTunes-Gutscheinen zahlen soll, warnt die Nutzer davor , dass die Kosten unwiderrufbar verloren sind, sobald die Betr√ľger sie abgebucht haben. Dagegen wollen mehrere Kl√§ger ank√§mpfen . Nach ihrer Auffassung habe Apple Kontrolle √ľber mehrere Schritte, die die Betr√ľger im Apple-√Ėkosystem t√§tigen. Zum einen verwaltet Apple das gesamte Gutscheinsystem: Vergibt eindeutige Nummer, aktiviert das Guthaben, wenn der Kunde an der Kasse den Betrag zahlt. Zum anderen kann Apple nachverfolgen, mit welcher Apple ID welche Gutscheinkarte verkn√ľpft ist. Denn, um √ľberhaupt das Guthaben auszugeben, muss man es eigener Apple ID gutschreiben oder einer anderen verschenken. Dazu r√ľhmt sich Apple nach Ansicht der Kl√§ger einer strengen Qualit√§tskontrolle im App Store. Sobald eine App einer betr√ľgerischen T√§tigkeit verd√§chtigt wird, kann sie vom App Store ausgeschlossen werden. Dazu zahlt Apple die Ums√§tze √ľber die In-App-K√§ufe nicht sofort, sondern nach einigen Wochen aus.

Die Kl√§ger weisen darauf hin, dass eine der Monetarisierungsm√∂glichkeiten von erbeuteten iTunes-Guthaben ist, die Summen in den eigens kontrollierten Apps auszugeben. Der Wiederverkauf auf dem Grau- oder Schwarzmarkt berge dagegen unkalkulierte Risiken. Die Kl√§ger Carl Barrett, Michel Polston, Nancy Martin, Douglas Watson, Eric Marinbach,¬†Michael Rodriguez und Maria Rodriguez beschuldigen Apple, √ľber den 30-Prozent-Anteil von allen App-Store-Ums√§tzen direkt daran interessiert zu sein, die iTunes-Betrugsversuche nicht nachzuverfolgen.

US-Steuerbehörde warnt vor Betrug mit iTunes-Karten .

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