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Apple will Flüssigkeits-Elektroden in seine geflochtene Armbänder unterbrignen

18.08.2021 | 16:05 Uhr | Halyna Kubiv

Apple will Flüssigkeitszufuhr beim Sport oder im Alltag analysieren und überlegt sich eine elegante Lösung im wahrsten Sinne des Wortes.

Apples neue geflochtene Armbänder waren beim Start nicht ganz billig und trotzdem beliebt – auf eine Apple Watch mit dem geflochtenen Solo-Armband mussten die Käufer einige Tage bis Wochen länger warten als auf herkömmliche Armbänder. Doch offenbar plant der Hersteller noch eine versteckte Funktion für sein neues Zubehör – in einem Patent von gestern will der Hersteller neuartige Sensoren für Flüssigkeitszufuhr in geflochtenen Armbänder unterbringen.

Die Idee dahinter ist simpel: Man platziere auf der Haut der Nutzer einige Elektroden, mindestens zwei, die Anzahl kann sich laut Erfinder auf 20 und mehr belaufen. Da Schweiß wie allgemein Wasser Elektrostrom weiterleiten kann, wird eine Elektrode eine kleine Ladung in Richtung einer anderen absenden.

An der Zeit, die der Elektrostrom von einer zur anderen Elektrode gebraucht hat, kann man die elektrische Leitfähigkeit des Schweißes herleiten. Hohe elektrische Leitfähigkeit deutet auf einen hohen Elektrolytengehalt hin, was umgekehrt für den Nutzer einen erhöhten Bedarf nach Wasser hinweist. Ist die elektrische Leitfähigkeit niedriger, bedeutet dies, dass sich im Schweiß weniger Elektrolyten befinden, der Nutzer empfindet noch kein Durst.

Die Elektroden können prinzipiell im Gehäuse und auf der Oberfläche eines Armbandes platziert werden, doch Apple beschreibt noch eine Art der Implementierung, indem die Elektroden innerhalb des geflochtenen Armbandes versteckt sind. Nach Kapillarenprinzip wird die transpirierte Flüssigkeit durch die Faser aufgenommen und zu den Elektroden im Inneren transportiert werden, so müssen sie nicht direkt an der Haut anliegen.

Die Messung der Körperflüssigkeit und deren Auswertung ist nicht neu, so vermarktet ein britischer Hersteller Rockely Photonics seine Armbänder, die Glukose, Alkohol und weiteres mehr messen können . Ein schweizerischer Start-up Xsensio will mit seinem neuen Chip neben Elektrolyten in der Flüssigkeit noch Proteine, Hormone, Glukose etc. messen.

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