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Apple will über seine KI-Forschung berichten

07.12.2016 | 12:12 Uhr |

Die Mauern der Verschwiegenheit um Apples Hauptquartier in Cupertino sollen in Sachen KI niedriger werden.

Forschung lebt vom Austausch über Instituts-, Firmen- und Ländergrenzen hinweg - dass Apples strikte Verschwiegenheit ein Hindernis bei der Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz (KI) sein könnte, hat der bei Apple als Direktor für KI-Forschung angestellte Wissenschaftler Russ Salakhutdinov erkannt. Auf der Konferenz NIPS in Barcelona habe Salakhutdinov laut Tweets einiger Teilnehmer angekündigt, dass Apple seine Ergebnisse auch mit der wissenschaftlichen Öffentlichkeit teilen werde - die Forschungsteams können also eigene Paper in einschlägigen Magazinen veröffentlichen und sind nicht einer Verschwiegenheitsverpflichtung unterstellt. Salakhutdinov lehrt und forscht selbst neben seiner Tätigkeit in Cupertino auch als Professor an der renommierten Carnegie Mellon Universität in Pennsylvania.

Die Öffnung seiner Forschung und Entwicklung zumindest in diesem einen Teilbereich bedeutet einen Paradigmenwechsel für Apple, in der Vergangenheit durften Mitarbeiter sich nicht einmal mit Kollegen aus anderen Abteilungen über ihre Projekte und Ergebnisse austauschen. Google und Facebook gehen diesbezüglich voran und erlauben ihren Mitarbeitern schon länger, in Fachmagazinen zu veröffentlichen. Bliebe Apple bei seiner Politik der Abschottung, würde es im Wettbewerb um die besten Köpfe der KI-Forschung zurückfallen, meinte bereits Facebooks KI-Direktor Yann LeCun gegenüber Business Insider.

Firmengeheimnisse über konkrete Produkte dürfte Apple indes weiter für sich behalten.

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