876934

Apple wirbt um Profifotografen

20.03.2001 | 00:00 Uhr |

Unter dem Motto "Going Digital in professional Photography" veranstalten Apple und Nikon eine europaweite Roadshow. Auf der einzigen deutschen Veranstaltung am 15. März in Köln konnten die Veranstalter immerhin 500 Interessenten zur Teilnahme gewinnen.

Steve Jobsä Leitmotiv des Mac als "digital hub" bestimmte auch die Themen der Vorträge und Referate dieser Roadshow . Ob iMac, Cube, G4-Mac oder das titangewandete G4-Powerbook - alle Apple-Rechner eignen sich nach Ansicht von Oren Ziv, Marketing Director Professional Markets, von Apple Europa, als digitale Schnittstelle innerhalb eines digitalen Workflows. Dies demonstrierte er mit einer Aufnahme aus einer Digitalkamera, die er per Firewirekabel zunächst auf die Festplatte seines Mac lud und unmittelbar im Anschluss auf eine Homepage ins Internet stellte.
Ein großer Teil der Teilnehmer waren Profifotografen, die zunehmend mit der Anforderung konfrontiert sind, Bildmaterial direkt vom Aufnahmeort weg an Redaktionen oder Agenturen zu liefern. Da Hardware und Übertragungsdienste inzwischen zu vertretbaren Preisen zu haben sind, wird eine schnelle Bildübertragung von überall aus möglich.

Das lebhafte Interesse und die große Zahl der Teilnehmer belegen den Stellenwert solcher Veranstaltungen. Zusammen mit Apple zeigten Adobe, Agfa, Best, Fotoware, Hewlett Packard, Gretag Macbeth, Nikon, La Cie und Tetenal, dass die Weichen zur Digitalfotografie inzwischen auch für den Profi-Bereich gestellt sind.
Nikons neue D1X beweist, dass eine digitale Spiegelreflexkamera mit einer Auflösung von 5,7 Millionen Pixeln bis zum Druck im A4-Format und in Magazinqualität einsetzbar ist. Die passenden Gegenstücke dazu bilden beispielsweise Nikons neue Durchlichtscanner, etwa die Modelle LS 4000 für Kleinbildformate und LS 8000 für Dias oder Negative über Mittelformat hinaus.
Adobe trägt mit der Bildbearbeitungssoftware Photoshop, die seit Ende letzten Jahres in Version 6.0 ausgeliefert wird, einen weiteren Baustein zum digitalen Workflow bei. Neben den wichtigen Grundfunktionen zu digitaler Bildbearbeitung und -optimierung, neuen Features und Effektfiltern lag der Schwerpunkt der Demonstration auf den erweiterten Farbmanagement-Funktionen der Software.

Diesem Anliegen widmen sich auch Anbieter wie Best oder Gretag Macbeth . Die von diesen Herstellern vorgestellte Hard- und Software zum Kalibrieren von Monitoren und Druckern liefert die Voraussetzungen, die Geräte zu profilieren und damit farbverbindliche Proofs zu erstellen. Best und Storm liefern softwarebasierte Lösungen zur Farbsteuerung und -kontrolle.
Dass Tintenstrahldrucker ebenfalls in dieser Entwicklung mithalten, zeigt etwa der HP 1220 C, der bei einem Preis von 900 Mark Drucke bis DIN A 3 Überformat leistet . Hewlett-Packard verspricht beim Einsatz entsprechender Tinten und Papiere 15 Jahre Lichtfestigkeit und Farbstabilität für die Druckergebnisse.

Die Aufgabe, wachsende Mengen von Bilddateien beschriften, verwalten und archivieren zu müssen, lösen die Produkte Foto Station und Foto Station Pro des norwegischen Herstellers Fotoware überzeugend. Solche Software ermöglicht Assetmanagement, also Wertevermarktung, für diejenigen Fotografen, die ihre Bilddateien nach Standards beschriften und verschlagwortet über Internetportale anbieten.

Oren Ziv überzeugte mit seiner Demonstration des Applerechners als digitaler Schnittstelle zwischen leistungsfähigen Anwendungen im Bereich digitale Fotografie und Medienproduktion. Produkte von Adobe, Agfa, und Nikon und weiteren Herstellern liefern inzwischen überzeugenden Anschluss in Hard- und Software. Dass vernetztes Arbeiten keine Vision mehr ist, haben in Köln über 500 Teilnehmer anschaulich erleben können.

Hartwig Bambey

0 Kommentare zu diesem Artikel

Macwelt Marktplatz

876934