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Apple zahlt 24 Milliarden US-Dollar für eigene Aktien

08.08.2019 | 14:42 Uhr | Thomas Hartmann, Halyna Kubiv

Apple hat im abgelaufenen Quartal eine neue Höchstsumme für den Rückkauf eigener Aktien ausgegeben. Dies soll offenbar den Kurs der eigenen Anteilsscheine stärken.

Die 24 Millionen US-Dollar, mit denen Apple eigene Aktien zurückgekauft hat, sind nach einem Bericht von Heise.de die höchste Summe, die der Konzern aus Cupertino jemals für einen solchen Zweck ausgegeben hat. Getätigt wurde dieser für die Monate April bis Juni 2019. Schon vorher, im zweiten Quartal 2018, hatte Apple demnach nur knapp weniger, nämlich 23,5 Milliarden US-Dollar angelegt. Betrachtet man den Zeitraum von 2012 bis Ende Juli 2019, seien dies insgesamt sogar über 271 Milliarden US-Dollar für den Erwerb eigener Anteilsscheine gewesen.

Im Verhältnis sei dies dennoch nur ein kleinerer Teil des Barvermögens, das Apple zur Verfügung steht. Der Sinn des Aktienrückkaufs liegt darin, den Kurs eigener Anteilsscheine zu stärken. Denn wenn Apple dem Markt auf diese Weise Aktien entzieht, sollte die Nachfrage und damit auch der Preis sich steigern. Was aber laut Heise.de bisher nicht so gut klappte, weil es auf dem Markt zu stark fluktuierte. Apple habe als Durchschnittspreis in den letzten Monaten pro Aktie 195 US-Dollar bezahlt, was als relativ hoch einzuschätzen ist – der Kurs der Apple-Aktie  (AAPL) steht derzeit knapp unter 200 US-Dollar.

Mit der Ausschüttung von Dividenden ist Apple dagegen deutlich zurückhaltender – während man 2012 noch insgesamt über 80 Milliarden US-Dollar ausgeschüttet hatte, waren es zuletzt – im vergangenen Quartal – nur noch 3,4 Milliarden US-Dollar.

Eine gute Erklärung mit einem Rückblick auf die Jahre 2012 bis 2019 hat ebenfalls Appleinsider geliefert. Demnach sei der Aktienrückkauf eine gute Verwendung für die Barreserve, die Apple hält. Offenbar spekuliert Apple darauf, dass die eigene Aktie trotz aller Unkenrufe der Analysten stetig  im Kurs wachsen wird. Retrospektivisch betrachtet seien die vor drei Jahren wieder eingekaufte Aktien eine sehr gute Investition. Hier eine Beispielsrechnung: Nach eigenen Eingaben hat Apple im zweiten Fiskalquartal 2016 (Januar bis März 2016) knapp sieben Milliarden US-Dollar in eigene Aktien investiert. Den höchsten Wert, die Apple Aktien in diesem Zeitraum erreicht hatte, waren 109 US-Dollar am 30. März 2016 . Das heißt, Apple hat damals für 7 Mrd. USD rund 64 Mio Aktien aufgekauft. Mit dem heutigen Preis von 199 US-Dollar pro Apple Aktie sind das rund 12,779 Mrd. USD, die Apple in diesen Wertpapieren hat. Ein Zuwachs von knapp 82 Prozent in knapp drei Jahren, nicht schlecht für den weltweiten Markt, auf dem  Jahreszinsen von fünf Prozent als gut betrachtet werden.

Die Ansicht, dass Apple mit den Aktienaufkäufen den Wert direkt beeinflussen kann, teilt Appleinsider nicht mit: Zu gewichtig ist der Unterschied zwischen dem Gesamtwert von knapp einer Billion US-Dollar und den investierten Summen im Milliardenbereich.

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