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Apple zahlt Samsung für nicht bestellte Displays nach

19.07.2020 | 08:27 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

In den Bilanzen von Samsung ist eine einmalige Zahlung in Höhe von 950 Mio. USD aufgetaucht, die von Apple stammen könnte.

Apple hat an Samsung offenbar eine Strafzahlung in Höhe von 950 Millionen US-Dollar geleistet, da der iPhone-Hersteller zuletzt weniger Displays für das iPhone bei seinem Zulieferer bestellt hat, als vereinbart. In seiner Bilanz für das zweite Quartal weist Samsung einen "Einmal-Umsatz im Display-Business" aus, nennt aber weder Herkunft noch konkrete Höhe der Zahlung. Diese kolportiert nun "Display Supply Chain Consultants" , TheElec hatte zuvor von 745 Millionen US-Dollar gesprochen, die Apple gezahlt habe. Dank der Finanzspritze konnte Samsung aus einem defizitären Geschäft noch eines mit Gewinn machen. Die genaueren Ergebnisse wird Samsung Ende des Monats präsentieren, dank der kolportierten Strafzahlung und besseren als erwartet Umsätzen im Bereich Speicher und Arbeitsspeicher hat Samsung die Erwartungen der Analysten für das abgeschlossene Quartal übertroffen.

Eine Strafzahlung wegen zu wenig eingekauften OLED-Displays musste Apple bereits im vergangenen Jahr an Samsung zahlen, damals war die Summe etwas niedriger – 600 Mio. Euro . Um die Bauteile etwas billiger zu erhalten, schließt Apple wohl mit seinen Zulieferern wie Samsung Verträge mit einer Mindestabnahme. Ist diese Grenze nicht erreicht, in diesem Jahr wohl wegen der Pandemie, muss Apple Strafzahlungen leisten. Apple habe wohl ebenfalls darauf bestanden, dass Samsung in eine Display-Fabrik nur für iPhones investiert, die Kosten belaufen sich laut Medienberichten auf knapp 20 Milliarden US-Dollar. Der Bau und Fertigstellung sollten im ersten Quartal 2021 abgeschlossen sein.

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