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AppleTV+: Neue Serie wie Jurassic Park – nur besser!

24.05.2022 | 13:00 Uhr |

Vergessen Sie "Jurassic Park" oder jeden Dinosaurier-Film, den Sie je gesehen haben: AppleTV+ zeigt mit "Ein Planet vor unserer Zeit" eine Dokumentation, wie man sie noch nicht gesehen hat.

In Zeiten modernster CGI-Technologie sitzt man häufig vor dem Fernsehgerät und bekommt gar nicht mit, dass das, was gerade auf der Flimmerkiste läuft, in Wahrheit gar nicht von einer Kamera eingefangen, sondern mithilfe von Computern erstellt wurde. Sind CGI-Effekte besonders schlecht, fällt dies natürlich sofort auf. Anders verhält es sich jedoch bei der neuen Serie – bestehend aus fünf Episoden – namens "Ein Planet vor unserer Zeit", die man ab sofort auf AppleTV+ anschauen kann, produziert von Jon Favreau, Mike Gunton und der BBC Studios Natural History Unit. 

Natürlich weiß man als Zuschauer, dass das BBC-Kamerateam keine lebendigen Tyrannosaurus Rex beim Schwimmen gefilmt hat. Und doch wirken Triceratops am Land oder Mosasaurus im Wasser so lebendig und wirklich, dass man sich fragen muss, was unglaublicher ist: Die Tatsache, dass unsere Erde einst tatsächlich solche Lebewesen beherbergte oder dass unsere Technologie mittlerweile so fortgeschritten ist, dass man ausgestorbene Tiere so lebensecht zum Leben erwecken kann. 

Wo fängt Realität an und wo hört sie auf? 

Mit anderen Worten: Es ist ein Fest! Erinnern Sie sich noch, als der T-Rex in "Jurassic Park" den Jeep im strömenden Regen verfolgte? Wer den Wow-Effekt von 1993 erneut erleben möchte, sollte unbedingt einen Blick in "Ein Planet vor unserer Zeit" werfen. Die Serie ist in fünf Episoden unterteilt und zeigt das Leben der Dinosaurier in verschiedenen Regionen: 

  • Küsten 

  • Wüsten

  • Süßwasser

  • Eiswelten 

  • Wälder 

In der ersten Folge "Küsten" wird sofort offensichtlich, weshalb die Serie so realistisch wirkt: Die Macher, die übrigens auch bei der Entstehung der Live-Action-Verfilmungen von "Das Dschungelbuch" und "Der König der Löwen" beteiligt waren, vermischen echte Naturaufnahmen mit ultrarealistischen CGI-Bildern. Die Musik stammt aus der Feder von Hans Zimmer, moderiert wird von David Attenborough, der in der deutschen Synchro die Stimme von Christian Brückner geliehen bekommt. 

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse fürs Heim-Kino

Während die Jurassic-Park-Filme aus den 90ern und frühen 2000ern noch als Klassiker gelten, konnte ich mit den Jurassic-World-Filmen nicht mehr wirklich viel anfangen. Gezähmte Dinos, die mit Chris Pratt auf dem Motorrad durch Wälder rennen, eine mehr oder weniger gute Handlung in Kombination mit mäßigem CGI – davon lässt sich das Publikum nicht abschrecken, der Erfolg der Filme spricht für sich. Dass Hollywood nicht unbedingt dafür bekannt ist, realitätsnahe Dinosaurier-Filme zu produzieren, ist kein Geheimnis, doch zeigt die neue Serie bei AppleTV+, dass man dem Zuschauer durchaus auch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse vermitteln kann: Forscher gehen davon aus , dass viele Dinosaurier wie Vögel aussahen und keine Einzelgänger waren, sondern regelrecht soziale Geschöpfe waren – sogar der T-Rex. Die Serie zeigt, dass man keine Hollywood-Geschichte braucht, um Spannung zu erzeugen. Der im Dokumentations-Stil erzählte Kampf ums Überleben reicht völlig aus, um den Zuschauer an die Mattscheibe zu fesseln. "Ein Planet vor unserer Zeit" ist wie Jurassic Park als Dokumentation – nur besser!  

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