2518110

Apples Bewegungsdaten können Ölpreis nicht vorhersagen

03.07.2020 | 09:44 Uhr | Peter Müller

Wenn man nur wüsste, was das Fass Öl morgen kostet … Apples für andere Zwecke gedachte Daten helfen hier nicht weiter.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, bessere Geschäfte kann man machen, wenn man vor allem die Nachfrage genauer vorhersagen kann. Das gilt für alle Märkte, für den Energiemarkt aber besonders. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet , suchen Ölhändler schon lange nach dem "Heiligen Gral" der vorhersagenden Datenanalyse.

Besonders dringlich ist das Problem in der Corona-Krise geworden, als in Folge der weltweiten Shutdowns und Lockdowns die Nachfrage nach Öl massiv sank und damit auch die Preise. Nur wann würde die Nachfrage wieder anziehen? Ausgerechnet Apple habe im April Daten präsentiert , die sehr vielversprechend wirkten: Anonymisierte Bewegungsdaten nach Regionen und Städten, die für die Pandemiebekämpfung wertvolle Hinweise geben sollten.

Schon früh konnte man aus den Daten erkennen, dass die Leute in vielen Ländern vernünftiger waren als deren Exekutiven und bereits vor der Verhängung von Maßnahmen offenbar zu Hause blieben, um dem Virus die Angriffspunkte zu nehmen. Dem Ölmarkt hätten diese Daten aber nicht geholfen, wie Reuters ausführt. Ihre Vorhersagekraft hinsichtlich der Nachfrage nach Treibstoff blieb gering. Der Grund dafür könnte gewesen sein, dass Apple natürlich keine Bewegungsdaten auswertete, sondern vor allem die Suchanfragen nach Routen in seiner Karten-App zählte.

Macwelt Marktplatz

2518110