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Apples TV+-Inhalte sollen China-freundlich bleiben

14.10.2019 | 09:31 Uhr | Peter Müller

Offenbar sollen die Inhalte aus dem Apple TV+ an den chinesischen Markt angepasst werden und bloß keine Kritik äußern.

Zurückhaltend: Apple hat sich offenbar entschieden, sein Business in China nicht zu riskieren, in dem es in seinem Umfeld politische Äußerungen unterdrückt. Beispiel sind nicht nur aus dem App Store zurück gezogene Anwendungen kritischer Medien, auch der kommende Streamingdienst Apple TV+ soll die Machthaber in Peking nicht verstören.

Wie "Buzzfeed" berichtet, habe Apple die Anweisung an die Produzenten der Inhalte für Apple TV+ angewiesen, mit ihren Inhalten China nicht "in einem schlechten Licht" da stehenzulassen. "Buzzfeed" bezieht sich auf interne Quellen, nach denen der SVP for Internet Software and Services Eddy Cue Anfang 2018 persönlich diese Ansage kommuniziert habe. Im Jahr 2016 hatte China den iTunes Store und den iBooks Store im Land geschlossen – der darüber verbreiteten Inhalte wegen, die in freien Ländern entstanden, in denen man freie Ansichten haben darf. Ein Apple-Sprecher wollte gegenüber "Buzzfeed" die Angelegenheit nicht kommentieren.

Die Autoren des Stücks greifen Apple indes scharf an: Handel hätte ja China Werte der Freiheit bringen sollen, stattdessen nehme Apple chinesische Werte an. Die Entscheidung, die App HKlive.map wieder aus dem Store zu nehmen, habe die von der kommunistischen Partei gelenkte Zeitung "Global Times" freundlich registriert: Chinesische Netzbenutzer würden Apple dafür feiern, die App der "Randalierer" gelöscht zu haben. Weiter heißt es in dem von "Buzzfeed" zitierten Stück: "Apple schätzt den chinesischen Markt sehr und die Entfernung der umstrittenen App ist ein kluger Schachzug". Genau das scheint der Punkt zu sein.

Hintergrund: Wie Apple sich in China durchsetzt (2015)

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