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Apples iMac 24" ist so gut wie ausverkauft

11.06.2021 | 15:00 Uhr | Stephan Wiesend

Wie zu erwarten ist der neue iMac schon so gut wie ausverkauft, einige der von Händlern angegebenen Lieferfristen sind aber doch erstaunlich lang.

Als Apple einen iMac mit sieben verschiedenen Farben vorstellte, war vielen klar: Das könnte Probleme mit der Lieferzeit bedeuten. So ist es auch wenig überraschend, dass im Fachhandel aktuell nur noch einzelne Modelle sofort oder innerhalb einer Woche bestellbar sind. Der eigentlich bevorzugt mit Geräten versorgte Apple Store ist nicht mehr lieferfähig, das in Blau, Grün, Rosé und Silber lieferbare Einstiegsmodell für 1.449 Euro wird bei einer Bestellung erst zwischen 8. bis 15. Juli ausgeliefert – also in knapp vier Wochen. Selbst wenn man im Apple Store nach Filialen mit vorrätigen iMacs sucht – sonst immer ein guter Tipp – wird man als Selbstabholer aktuell nicht mehr fündig. Auch Ersatzgeräte bei einem Defekt erhält man anscheinend erst Ende Juli.

Interessant ist dabei, dass sich bei jedem Sonderwunsch die Lieferzeit um knapp eine Woche verlängert:  Noch spärlicher als die spartanischen Basismodelle sind nämlich die besser ausgestatteten Modelle ab 1669 Euro zu finden, hier muss man als Apple-Store-Kunde noch eine Woche länger warten. Sie wollen ein Modell in den Sonderfarben Gelb, Orange und Violett? Dann dauert die Lieferung bis mindestens 20. Juli, bei einem Modell mit mehr Arbeitsspeicher oder mehr Speicherplatz sogar bis zum 23. Juli. Ein wenig hat man den Eindruck, dass man mit jedem individuellen Extra eine Stufe weiter in der globalen Lieferkette aufsteigt – und noch länger warten muss.

Wo bekommt man noch einen iMac?

Auch der Fachhändler wurde offensichtlich nur mit geringen Mengen beliefert. Wie ein Blick in die Produktsuchmaschinen Geizhals und Idealo zeigt, sind diesen Freitag eigentlich nur noch einige Exemplare der karg ausgestatteten Einstiegsmodelle bestellbar . Keine Probleme hat man aktuell, wenn man sich mit einem Einstiegsmodell in Silber oder Rosé zufriedengibt. Diese Modelle sind noch in geringen Mengen bei Händlern wie Notebooksbilliger , Cyberport oder Conrad verfügbar. Die wenig verbleibenden Modelle mit farbiger Tastatur und mehr Schnittstellen (und zwei statt einem Lüfter) sind aber vermutlich in wenigen Tagen ausverkauft.

Wann der Einzelhandel wieder neue iMacs erhält, scheint aber ungewiss zu sein. Einige der Händler geben sicherheitshalber Liefertermine im August oder gar September an – wir hoffen, dass der Handel aber schon früher beliefert wird.

Bei Angabe der Lieferzeit ist Saturn wenig optimistisch
Vergrößern Bei Angabe der Lieferzeit ist Saturn wenig optimistisch

Warum dauert die Lieferung so lange?

Lange Lieferzeiten sind bei einem neuen Apple-Produkt nicht ungewöhnlich, möglicherweise hat auch die weltweite Chip-Knappheit und der Stau im Suezkanal hier für Verzögerungen gesorgt. Genügt doch bei einem komplexen Produkt wie einem iMac der Ausfall eines einzigen Lieferanten, um die Produktion zu verzögern. Allerdings ist der recht schnelle Ausverkauf doch merkwürdig: So ist nach unserem Eindruck die Nachfrage nach den iMacs zwar hoch, Warteschlangen von iMac-Käufern vor dem Store aber nicht berichtet. Sicher ist nur, dass Apple bisher viel zu wenig iMacs produziert hat. So berichten amerikanische Käufer, sie würden ihren iMac als Fedex-Luftfracht direkt aus China (Shanghai) erhalten  – was bei schweren Desktops wie eine Notlösung wirkt.

Unsere Meinung

Schade, Apple! Es ist nicht überraschend, dass man auf ein neues Apple-Produkt länger warten muss. Allerdings wird dies bei Apple langsam zu einer lästigen Angewohnheit und wir hoffen Apple kann die Produktion der neuen iMacs schnell hochfahren. Vielleicht hat es sich ja Apple auch selbst unnötig schwer gemacht und hätte bei vier oder fünf unterschiedlichen Farben bleiben sollen. So ist der iMac nicht nur in sieben Farben bestellbar, auch die Speicher- und RAM-Ausstattung ist nachträglich nicht mehr veränderbar – außer durch Austausch des Mainboards. Nachträglich variieren kann man wohl allenfalls die Ausstattung mit regionalen Besonderheit wie einer deutschen oder US-Tastatur.

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