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Apps in Ordnern

08.04.2010 | 15:44 Uhr | Peter Müller

Apps in Ordnern

Mehr Übersicht auf dem iPhone verspricht das Sammeln von Apps in Ordnern. Dazu kann man einfach eine App auf eine andere ziehen und so entsteht ein Ordner, der beide Apps enthält. Per Drag-and-drop zieht man weitere Apps hinein. So kann man beispielsweise einen "Spiele"-Ordner anlegen. Der Name des Ordners basiert auf der Kategorie der Apps (man kann ihn offenbar aber auch ändern). Das Icon für den Ordner kann man anscheinend auch selbst anlegen. Man kann so viele Ordner anlegen, wie man zuvor App-Icons sehen konnte: 180. Das erlaubt insgesamt 2.160 Apps auf dem iPhone. Man kann Ordner auch auf die Schnellstartleiste legen.

iBooks auf dem iPhone

Nicht unerwartet kommt der E-Book-Reader mit angeschlossenem Store iBooks, den Apple für das iPad präsentierte, jetzt auch auf das iPhone. Apple verspricht Nutzern, Bücher nur einmal kaufen zu müssen und sie dann auf verschiedenen Geräten lesen zu können. Lesezeichen und die letzten Seitenaufrufe lassen sich auch quer über die Reader synchronisieren. Liest man etwa unterwegs auf dem iPhone in einem der Bücher aus iBooks, kann man abends auf dem Sofa die Lektüre mit dem iPad an der gleichen Stelle fortführen. Kostenlos mitgeliefert ist wie in der iPad-Version der Kinderbuchklassiker Winnie the Pooh.

Das iPhone im Business und im Spiel

Auch in Sachen iPhone in Unternehmen hat Apple mit neuen Businessfunktionen gedacht: Apple will Unternehmen das iPhone schmackhafter machen. Deswegen gibt es jetzt verbesserte Verschlüsselungsfunktionen. E-Mails und deren Anhänge kann man jetzt komplett verschlüsselt auf dem iPhone speichern. Unternehmen erhalten auch Zugriff auf neue Schnittstellen, mit denen sie ihre eigenen Apps verschlüsseln können. Zudem erlaubt das iPhone jetzt auch, mehrere Exchange-Konten gleichzeitig zu nutzen. Das iPhone hat sich als populärste mobile Spielekonsole entpuppt, 50.000 Spiele- und Entertainment-Apps warten auf ihre Nutzer. Dassind laut Apple zehnmal so viele wie für Playstation PSP und Nintendo DS. Das Game Center bringt ein Social Gaming Network, in dem sich Spieler zum gemeinsamen Daddeln verabreden oder gemeinsame Bestenlisten führen können.

Apple steigt ins Werbegeschäft ein

Weit wichtiger dürfte sich aber iAds erweisen, über das im Vorfeld der heutigen Keynote schon einige Spekulationen kursierten. Werbung in Apps hat es zwar schon bisher gegeben, doch war diese wenig attraktiv gestaltet und erhielt kaum Akzeptanz der Anwender. Dennkaum hatte man auf einen Banner, etwa aus einem Spiel heraus - geklickt, landete man in Safari und musste sich wieder mühselig den Weg zurück bahnen. Nun soll die komplette Geschichte in der App selbst erzählt werden, die Ads basieren auf HTML 5 und können somit ohne Entwicklungsumgebung für das iPhone erstellt werden. Apple dient quasi als Makler der Anzeigen und stellt dafür die Infrastruktur bereit. Die Verdienstmöglichkeiten sind dennoch nicht schlecht: 60 Prozent der Einnahmen gehen an den Entwickler der App und der Rest eben an Apple, das somit auch an kostenlosen Apps und deren Gegenfinanzierung mitverdienen kann. Eine Milliarde Werbekontakte täglich sieht Apple und macht dabei eine interessante Rechnung auf: Anwender würden täglich 30 Minuten mit Apps von Drittherstellern verbringen, alle drei Minuten bekommen sie eine neue Ad eingespielt, macht zehn am Tag. Ergo sind nach Apples Prognosen im Sommer 100 Millionen iPhones, iPod Touch und iPads in freier Wildbahn. Mehr Details zu iAds lesen Sie hier .

Zahlen rund um iPad und App Store nannte Apple auch interessante: Bisher sind 450.000 iPads über die Ladentische gegangen, in der Elektrohandelskette Best Buy sei das iPad ausverkauft. Im App Store tummelsn sich schon jetzt 3.000 reine iPad-Apps, Downloads hat Apple seit Samstag eine Million gezählt. Insgesamt stehen im App Store 185.000 Apps im Angebot, vier Milliarden Downlaods sind es nun insgesamt.

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