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Attraktive Angebote als Alternative

02.04.2007 | 13:43 Uhr

Attraktive Angebote als Alternative

Wer sich als Erwachsener eingestanden hat, dass ihm die Zockerei zum Beispiel im Job ernsthafte Probleme bereitet, ist gut beraten, so schnell wie möglich damit aufzuhören. Eltern rät Grüßer-Sinopoli von der Charité, auf einen "eingeschränkten und kompetenten Umgang" ihrer Kinder mit dem Computer zu achten. "Vor allem geht es aber darum, attraktive Alternativen anzubieten, zum Beispiel gemeinsame Freizeitaktivitäten."

Eine entscheidende Rolle spielt dabei, dem Kind Erfolgserlebnisse zu verschaffen, sagt Witting. Das fehlt vielen Kindern und Jugendlichen, die sich am Rechner verlieren: "Eine solche Abhängigkeit entsteht meist nicht, weil die Spiele so toll sind, sondern weil die reale Welt so wenig verführerisch ist." Fast nur auf Menschen, die nie zu hören bekommen "Du bist gut!", können die Spiele mit ihren vergleichsweise großen Erfolgsversprechen einen so magischen Reiz ausüben, dass sie zum Problem werden.

"Vielleicht hat das Kind ja vorher Talent zum Malen gezeigt - dann kann man darauf aufbauen und sagen: Versuch das doch mal wieder!", rät Tanja Witting. Doch bei allen Ermunterungen und Bemühungen, etwas gemeinsam zu unternehmen, müssen die Eltern möglicherweise geduldig sein: Wer zuvor pausenlos am Bildschirm Schlachten geschlagen hat, für den wird sich ein Sprung vom "Fünfer" im Freibad zunächst einmal nicht spannend anhören - auch wenn es dazu den größeren Mut braucht. (dpa/ala)

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