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Audi, BMW und Daimler wollen Nokia Here kaufen

22.07.2015 | 08:00 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Audi, BMW und Daimler kaufen laut einem Pressebericht den Karten- und Navigationsdienst Nokia Here.

Die deutschen Autobauer konnten sich gegen Uber, Facebook und eine Private Equity-Firma durchsetzen. Wie das Manager Magazin berichtet, kann der finnische Telekommunikationskonzern Nokia seinen Karten- und Navigationsdienst Nokia Here an ein Konsortium von Audi, BMW und Mercedes-Benz verkaufen.

F├╝r Nokia Here, das bei vielen fest eingebauten Navigationssystemen aber auch bei den Garmin-Navigationsger├Ąten das Kartenmaterial und teilweise auch die Online-Echtzeitverkehrsinformationen liefert und Automobil-Herstellern mit den sehr detailreichen HD-Maps die dringend ben├Âtigten Karten f├╝r hochautomatisierte Fahrzeuge verkauft, bezahlen die drei deutschen Autobauer laut Manager Magazin rund 2,5 Milliarden Euro.

Kaufpreis ist niedriger als erhofft

Das ist weniger als sich Nokia urspr├╝nglich erhofft hatte. Nokia wollte n├Ąmlich urspr├╝nglich 3,5 Milliarden Euro f├╝r Here haben.
Zudem hatten auch Uber, Facebook und eine Private Equity-Firma f├╝r den begehrten Kartendienst mitgeboten. Uber und Facebook stiegen aber offensichtlich aus dem Bieterstreit aus. Und der Private-Equity-Investor General Atlantic ist zun├Ąchst einmal nicht mit an Bord, wie das Manager Magazin erkl├Ąrt.

Mit dem Erl├Âs will Nokia seine Expansion im Netzwerk-Ausr├╝sterbereich finanzieren. Garmin hatte uns bereits vor einiger Zeit auf unsere Nachfrage erkl├Ąrt, dass man zun├Ąchst keine Auswirkungen auf das eigene Gesch├Ąft durch den Verkauf erwarte, weil Garmin mit Nokia Here langfristige Vertr├Ąge habe.

Ganz in trockenen T├╝chern scheint der Verkauf aber noch nicht zu sein. Wahrscheinlich solle aber noch im Juli final ├╝ber den Verkauf entschieden werden.

Stellungnahmen der Unternehmen

Offizielle Stellungnahmen der beteiligten Unternehmen liegen noch nicht vor. Audi sagte uns auf unsere Nachfrage nur, dass man sich zu dem Bericht nicht ├Ąu├čere. Also weder eine Best├Ątigung noch ein Dementi. Nokia Deutschland wiederum konnte oder durfte uns auf unsere Nachfrage ebenfalls keine Stellungnahme geben. Aber auch f├╝r Nokia gilt: Es gab zumindest kein Dementi.

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