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Audio-CD kopieren

08.02.2011 | 09:39 Uhr | Stephan Wiesend

Audio-CD kopieren

Liquid CD
Vergrößern Liquid CD

Häufigste Aufgabe eines Brennprogramms ist das Kopieren einer Audio-CD - ist diese nicht durch einen Kopierschutz geschützt, ist dies ja auch legal. Überzeugen konnte uns auf diesem Gebiet aber keiner der Toast-Konkurrenten. Das Problem bei dieser Funktion ist nämlich, dass es sich bei einer Audio-CD nicht um eine Daten-CD handelt, weshalb man die CD auch nicht ohne weiteres Finder oder Festplattendienstprogramm kopieren kann. Man kann zwar mit iTunes eine CD als MP3 importieren und dann brennen, einfaches Kopieren ist aber nicht möglich. Zu den wenigen Tools, die dies beherrschen, gehören Burn und Liquid-CD . Recht bequem geht dies mit Liquid-CD: Über den Menübefehl Kopieren und Brennen (nur im Modus Kopieren sichtbar) sichert das Programm die Audio-CD in Form einer Cue/Bin-Datei auf die Festplatte und brennt diese auf einen CD-Rohling.

Ideal ist diese Methode allerdings nicht. Bei diesem Spezialformat hat man zwei Dateien vorliegen - eine Daten-Datei und eine kleine Textdatei, die Cue-Datei. Leider ist aber Liquid CD nicht der perfekte Audio-CD-Brenner. So interpretierte es etwa eine Audio-CD mit Mozarts Requiem als Aufnahme mit 15 Tracks, obwohl nur 14 Tracks vorhanden waren. Hat man einen zweiten Brenner, kann die Software eine CD theoretisch auch direkt kopieren. Bei dieser Brennmethode kann es aber oft zu Problemen beim Brennen kommen. Auch Besitzer eines externen Brenners sollten deshalb die Audio-CD besser zuerst auf die Festplatte sichern. Für den Audio-Fan sind deshalb weiterhin Toast oder iTunes zu empfehlen.

Video

Damit ein DVD-Player eine Video-DVD abspielt, muss diese im Dateiformat UDF erstellt worden sein. Seit Mac-OS X 10.4 kann Apples System auch UDF schreiben. Die Autoren vieler Shareware- und Freeware-Brennprogramme haben diese Funktion mittlerweile implementiert. Liegt ein kompletter Video_TS-Ordner vor, kann man diesen auf eine Film-DVD brennen. Das komplette Authoring unterstützt dagegen das Programm Burn . Dieses Programm hat die Open Source-Programme ffmpeg und dvdauthor integriert und kann damit echte Film-DVDs erstellen und einen Video_TS-Ordner selbst generieren. Von Quicktime lesbare Videos konvertiert das Programm ins passende Format MPEG2. Auch VCDs und DIVX-Dateien erstellt das unscheinbare Programm. Allerdings funktioniert das Erstellen von DVD-Navigationselementen, was das Programm anbietet, nur sehr unzuverlässig.

DVDs erstellen mit Burn

Für Besitzer eines Eye-TV -Gerätes sind Toast und Popcorn eindeutig die bequemste Lösung. Man kann auch mit anderen Programmen DVB-T-Aufnahmen auf eine DVD brennen. Wie wir feststellen konnten, sind die beiden Roxio-Programme im Umgang mit diesen Aufnahmen besonders zuverlässig. Besonders beim Umgang mit fehlerhaften Aufnahmen ist der Encoder deutliche zuverlässiger als Open Source-Konkurrenten wie Moviegate oder ffmpegX.

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