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Aufrüstung

10.07.2008 | 12:20 Uhr |

In Finnland verlangt Anbieter Sonera 430 und 520 Euro für die beiden iPhone-Modelle, bei Orange in Frankreich soll es etwa 500 bis 600 Euro kosten. Swisscom nimmt mindestens 320 Euro. In Belgien verkauft Mobistar das iPhone ohne Vetrag. Nach dem derzeitigen Stand werden diese Geräte allerdings nicht komplett freigeschaltet, sondern verfügen zumindest über einen Net-Lock, der das iPhone an das Netz des Anbieters bindet. So kostet das Freischalten in Frankreich weitere 100 Euro oder der Nutzer wartet ein halbes Jahr, dann wäre es kostenlos. In den meisten Ländern sind die Prepaid-Angebote allerdings nur Ankündigungen und sollen erst im Laufe des Jahres umgesetzt werden.

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Nicht viele Mexikaner werden 50 Euro monatlich für einen Handyvertrag ausgeben wollen
Vergrößern Nicht viele Mexikaner werden 50 Euro monatlich für einen Handyvertrag ausgeben wollen

iPhone-Besitzer der ersten Stunde haben es nicht leicht. Ihr Handy ist kaum ein halbes Jahr als und schon ist der Nachfolger auf dem Markt, lockt mit UMTS und GPS. Bislang sind nicht von allen Anbietern Wechselkonditionen bekannt. T-Mobile sorgte mit der Bekanntgabe ihrer Upgrade-Bedingungen für wenig Freude bei den Bestandskunden . 15 Euro Ablöse fordert das Unternehmen pro Monat Restlaufzeit. Wechseln darf nur, wer schon mindestens sechs Monate dabei ist. Anschließend zahlen die Kunden den vollen Verkaufspreis für das iPhone 3G.

In anderen Ländern ist der Aufstieg auf das 3G günstiger. O2 reicht es, wenn britische Kunden ihren Vertrag vorzeitig verlängern. Für Kunden auf den beiden teureren Tarifen ist der Wechsel kostenlos, Kunden der günstigeren Tarife zahlen 125 Euro Aufpreis. In den USA können AT&T-Kunden vorzeitig verlängern, zahlen 250 Euro Aufpreis auf das neue iPhone.

Sternchen und Fußnoten

Beinahe überall auf der Welt haben die iPhone-Tarife eines gemeinsam: Sie sind oft nicht transparent, wichtige Hinweise werden geschickt in kaum lesbaren Fußnoten oder dem Kleingedruckten versteckt. So ist es auffällig, dass kaum ein Anbieter Apples Wunsch nach echten Datenflatrates nachkommt. Der Großteil der Anbieter setzt in erster Linie auf Volumentarife, einige bieten Flatrates, schränken diese mit Drosselungen jedoch wieder ein. Manche Anbieter sind besonders dreist und geben erst durch eine Fußnote zu, dass das "unbegrenzte Surfen" keine Flatrate ist, sondern ein begrenzter Volumentarif, der bei Überschreitung eines Kontingents Zusatzkosten mit sich bringt.

Zudem sind auch die Sprachpakete nicht immer transparent. So gibt es Wochenendflatrates, Weiterleitungsfreiminuten oder andere Sonderregelungen, die die Preise undurchsichtig und schlecht vergleichbar machen. Beinahe überall haben sich die Anbieter eigene iPhone-Tarife einfallen lassen. Nur wenige Provider erlauben es, das iPhone mit herkömmlichen Mobilfunktarifen zu koppeln.

Gerne erlauben sich die Anbieter, einen kleinen iPhone-Aufpreis zu verlangen. Leider passen diese Tarife nicht immer mit den Stärken des iPhones zusammen. Beinahe überall ist die Datennutzung eingeschränkt, teilweise müssen die Kunden mit wenigen Hundert MB auskommen. In anderen Ländern wiederum sind die Anbieter geizig beim Gesprächsguthaben. Zwei, drei Stunden Telefonieren pro Monat inklusive? Zusatzkosten sind da vorprogrammiert. Erst die teuren Tarife decken den Bedarf von anspruchsvolleren Nutzern ab und diese Tarife liegen oft schon im dreistelligen Bereich.

Deutschland liegt im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Zwar gibt es woanders deutlich teurere Verträge und schlechtere Leistungen, aber ausgerechnet unsere Nachbarn Österreich und Niederlande bekommen weltweit mit die besten Konditionen und das auch noch vom gleichen Anbieter wie hierzulande.

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