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Augenarzt stellt Diagnose mit Makromodus des iPhone 13

30.09.2021 | 10:43 Uhr | Halyna Kubiv

Dr. Tommy Korn aus San Diego (USA) zeigte sich bereits bei der Vorstellung des iPhone 13 Pro begeistert – dieses könnte die Augendiagnostik revolutionieren.

Apple hat bei der Vorstellung des iPhone 13 (Pro) einen neuen Modus vorgestellt – die Makrofotografie. Ein Augenarzt aus San Diego, Dr. Tommy Korn, zeigte sich bereits bei der Vorstellung ganz begeistert und hatte sich ausgemalt , wie die neuen Geräte in seiner Praxis helfen können: Die Patienten können selbst Nahaufnahmen von ihren Augen machen. Anhand von diesen Fotos kann der Arzt entscheiden, ob der Fall akut oder nicht ist und darauf basierend entscheiden, ob der Patient in die Klinik soll oder nicht.

Nun ist das iPhone 13 Pro seit dem letzten Freitag verfügbar, Dr. Korn hat mit dem neuen Gerät die Hornhaut eines Patienten aufgenommen (via Appleinsider ). Beim Patienten wurde eine fremde Hornhaut transplantiert und der Arzt hat einige Tage beobachtet, wie das Gewebe verheilt. Auf den Makrofotos des gleichen Auges beim Tag eins und Tag drei sind deutliche Unterschiede zu sehen, vor allem am Rand der Iris. Theoretisch könnte solche Fotos der Patient bei sich zu Hause aufnehmen und dem Arzt per Mail oder ähnliche Kanäle schicken, ohne direkt in Klinik zu erscheinen.

Einsatz als medizinisches Gerät

Dass Apple-Geräte in der Medizin zur Diagnose verwendet wurden, ist nicht zum ersten Mal. Mit der Apple Watch sind mittlerweile mehrere Studien bekannt, vorwiegend zu diversen Herzerkrankungen und -symptomen. Wie genau der neue Makromodus des iPhone 13 Pro wird, muss wohl erst die Praxis zeigen. Apple hat dafür zwar seine Ultraweitwinkelkamera etwas nachgebessert, aber die meiste Arbeit übernimmt die Software des iPhones, die diese Darstellungen entstehen lässt. Die Makrofotos eines iPhone 13 Pro sind also im Grunde keine "Original"-Bilder, sondern werden noch durch Apples Foto-Algorithmen bearbeitet. Ob und wie die entscheidenden Informationen für eine Diagnose durch diese Algorithmen realitätsgetreu dargestellt werden, muss sich wahrscheinlich in weiteren Praxisversuchen zeigen.

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