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Automobilclub warnt vor Keyless-Go-Systemen

06.08.2019 | 15:50 Uhr | Michael Söldner

Lediglich vier der 273 getesteten Keyless-Go-Systeme können einen ausreichenden Schutz vor Autodieben bieten.

In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Automobilclub ÖAMTC hat der ADAC mittlerweile 273 Autos mit Keyless-Go-Systemem getestet. Lediglich vier Modelle erwiesen sich dabei als sicher. Bei allen anderen Fahrzeugen gebe es Sicherheitslücken, die von den Herstellern nicht geschlossen werden. Damit können Kriminelle das vom Schlüssel ausgestrahlte Signal abfangen und später gewaltlos ins Auto einbrechen. Mit einem Reichweitenverlängerer lässt sich das Signal über 100 Meter weit übertragen. Sogar der Start des Autos ist dann ohne Schlüssel möglich. Erst das Abschalten des Motors beendet den Zugriff, dann ist das Auto aber oft schon im Ausland.

Nach Ansicht des ÖAMTC-Technikers Steffan Kerbl sind Autos mit Keyless-Go leichter zu stehlen als andere Fahrzeuge. Überzeugen konnten im Test nur vier Modelle von Jaguar beziehungsweise Land Rover, die sich nicht knacken ließen. Kerbl fordert von den anderen Herstellern, dass sie ihre Systeme besser absichern. Ein Keyless-Go-System könne durchaus einen guten Schutz bieten. Bis dahin sollten sich Autobesitzer mit speziellen Schlüsseletuis behelfen, die die Funksignale blockieren. Der Mehraufwand steigere die Sicherheit deutlich, komfortabel sei das Hantieren mit Schlüssel und Etui aber nicht. Auf dieser Seite bietet der Automobilclub eine Liste mit allen geprüften Autos und Motorrädern mit Keyless-Go an.

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