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Avast: Ungesichertes WLAN der Bahn besser nicht nutzen

07.12.2016 | 14:09 Uhr |

Zurzeit können Passagiere der zweiten Klasse das WLAN auf einigen ICE-Strecken testen, das Einloggen ist jedoch ohne Passwort möglich.

Dies gefährdet nach Meinung von Avast, Entwickler von Sicherheitssoftware und Antivirensoftware , die Sicherheit von Geräten wie Smartphones oder Laptops. Denn Hacker, die auch mit der kostenlosen WLAN-Testversion der Deutschen Bahn verbunden sind, könnten Reisende mit Hilfe von leicht zugänglichen, kostenlosen Tools ausspionieren.

Öffentlich zugängliches WLAN sei eine der Hauptgefahren für Geräte, da die Nutzer diese Bedrohung oft unterschätzen. In einer Umfrage hat Avast nach eigener Auskunft herausgefunden, dass 71 Prozent der befragten Deutschen frei zugängliche WLAN-Netzwerke, die keine Registrierung oder kein Passwort zur Verbindung benötigen, bevorzugen. Nur 9 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie einen VPN-Dienst bei der Verbindung verwenden. Öffentliche WLAN-Netzwerke sind ein einfaches Einfallstor für Hacker, um Nutzer anzugreifen. Diesen sei meist nicht klar, dass all ihre persönlichen Daten auf den Geräten schutzlos ausgeliefert sind, wenn sie sich bei einem öffentlichen WLAN-Netzwerk ohne Sicherheitsschutz anmelden.

Auf seinem Blog geht Avast noch mehr auf mögliche Hintergründe und Szenarien ein . So gebe es eine steigende Anzahl von Hackern, die falsche Netzwerke betreiben, um damit die Daten von jeglichen Geräten, die sich in dem Netzwerk anmelden, zu sammeln und zu nutzen. Dabei, so  Stefanie Smith von Avast weiter, sei es für Nutzer manchmal schwer, den Unterschied zwischen echt und gefälscht auszumachen – denn die Hacker verwenden oft denselben oder einen ähnlichen Namen für ihr gefälschtes WLAN-Netzwerk. Das sei vor allem dann gefährlich, wenn man bedenkt, dass sich Geräte automatisch in Netzwerken mit demselben Namen einloggen, mit dem sich die Nutzer bereits in der Vergangenheit angemeldet haben. Das gilt auch bei beliebten frei zugänglichen WLAN-Netzwerken wie von Starbucks oder McDonald’s. Hier ist es möglich, dass sich beispielsweise das Smartphone automatisch in Netzwerke mit den Namen "Starbucks" oder "McDonald’s" einloggt, wann immer diese in Reichweite sind. Davor schützt auch nicht, wenn sich das Gerät in der Hosentasche befindet. So sei es für Hacker ein Leichtes, ein gefälschtes Starbucks- oder McDonalds’s-WLAN einzurichten und darauf zu warten, dass Nutzer in die Nähe kommen und sich ihre Geräte mit dem Netzwerk verbinden. Wenn dies der Fall ist, haben die Hacker Zugriff auf die persönlichen Daten wie zum Beispiel die in E-Mails, da sich diese meist alle paar Minuten selbst aktualisieren.

VPN schützt gegen Hacker

Avast rät dazu, unterwegs, wie auf einer Fahrt im ICE, einen VPN-Dienst zu nutzen, bevor man sich in ein öffentliches WLAN-Netz einloggt, Denn, so die Experten von Avast: "Ein VPN-Dienst erzeugt eine sichere, verschlüsselte Verbindung und leitet den Datenverkehr zu einem Proxy-Server weiter. Die verschlüsselte Verbindung schützt die persönlichen Daten, so dass Hacker keinen Zugriff auf Daten oder andere sensible Informationen, die sich auf dem Gerät befinden, erhalten."

Einen solchen Dienst bietet unter anderem auch Avast als Avast Secure Line für den Mac an, der aber nach einer siebentägigen kostenlosen Testphase 60 US-Dollar pro Jahr kostet. Die Preisgestaltung für iOS-Geräte dagegen  ist etwas günstiger , hier gibt es verschiedene Preismodelle. Im Vergleich kostet ein Jahr 20 US-Dollar. Andere VPN-Software, teils günstiger, teils teurer als diejenige von Avast, findet macOS- und iOS-User beispielsweise über Macupdate.com . Wie man sich über iPhone & Co. direkt mit einem VPN-Server verbindet, schildert Apple auf dieser Support-Site . Von einem Windows-PC nutzer finden hier Hilfe.

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