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Bankkunden aufgepasst: Betrug mit 4999-Euro-Überweisung im Umlauf

27.04.2022 | 13:35 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Eine verdächtige Überweisung in Höhe von 4999 Euro dient als Vorwand für eine neue Angriffswelle auf Bank-Kunden. Update: Hier finden Sie aktuelle Warnungen der VR-Banken.

Verbraucherschützer warnen vor neuen betrügerischen Mails. Die Phishing-Mails tragen die reißerische Betreffzeile "System Alarm Code“. Unter dem Logo der Volks- und Raiffeisenbanken steht dann in oranger Farbe die Warnung: „ACHTUNG! Verdächtige Überweisung Storniert!“ (Der Rechtschreibfehler ist original).

Danach folgt die allgemeine Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ und im Text der Mail steht, dass das Sicherheitssystem eine „sehr verdächtige Überweisung" in Höhe von 4999 Euro abgefangen habe. Das Geld hätte angeblich von dem Konto des Mail-Empfängers an ein ausländisches Konto überwiesen werden sollen, das der Bank unbekannt sei. Die Bank vermute angeblich eine Hackerattacke und habe die Überweisung storniert.

Raffiniert: Die Bank behauptet, dass die stornierte Überweisung nicht im Verlauf des Online-Kontos des Kunden angezeigt werden würde. Damit wollen die Betrüger verhindern, dass der Kunde misstrauisch wird, wenn er sich bei seinem Online-Banking anmeldet und dort nichts von der „verdächtigen Überweisung“ bemerkt.

Dann kommt die Mail zum entscheidenden Punkt: Der Kunde müsse sich angeblich neu authentifizieren, um sicherzustellen, dass sein Konto nicht gekapert wurde. Hierzu solle der Kunde auf den orangen Button mit der Aufschrift „Zur Homepage“ klicken. Der dahinter liegende Link führt aber natürlich nicht zum echten Online-Banking, sondern zu einer gefälschten Webseite, auf der die Zugangsdaten des Kunden gestohlen werden sollen. 

So erkennen Sie diese Phishing-Mail

Die Mail, die ja angeblich von den Volksbanken- und Raiffeisenbanken kommen soll, trägt die Absenderadresse ichbincoooool2@t-online.de . Im Text der Mail wimmelt es von Rechtschreibfehlern.

Kein gezielter Angriff

Es gibt keinen Hinweis dafür, dass diese Mail gezielt nur an Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken geht. Es dürfte sich bei dieser Phishing-Mail wieder um das typische "Streubombenprinzip" handeln: Die Mail geht an möglichst viele E-Mail-Adressen in der Hoffnung, dass sich darunter Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken befinden und von diesen wiederum zumindest einige auf die Betrugsmasche hereinfallen.

Das sollten Sie tun: Löschen Sie diese Mail, ohne etwas darin anzuklicken.

Tipp: Nutzen Sie für das Online-Banking immer den im Browser als Favoriten/Bookmark festgelegten Link.

Hier finden Sie Warnungen der VR-Banken

Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken können sich über die die Bank-eigenen Nachrichtenportale im Web über aktuelle Gefahren informieren. Hier zwei Beispiele:

Aktuelle Phishing-Warnungen der Volksbank eG

Infoseite der VR-Banken zu Phishingmails und -SMS

Macwelt Marktplatz

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