2451304

Beeb: BBC greift Alexa, Google Assistant, Siri & Cortana an

27.08.2019 | 13:36 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Alexa, Google Assistant, Siri, Bixby und Cortana bekommen Konkurrenz. Durch Beeb ÔÇô den neuen Sprachassistenten der BBC.

Wie The Guardian berichtet, arbeitet der britische Nachrichtensender BBC an der Entwicklung eines eigenen digitalen Assistenten. Dieser Alexa-Konkurrent soll 2020 an den Start gehen und auf den Namen Beeb h├Âren. Beeb ist der Spitzname der BBC.

Beeb soll eine besondere St├Ąrke haben: Er soll regionale Akzente oder Dialekte besser verstehen als die bisherigen Sprachassistenten. Ein physisches Ger├Ąt wie Google Home oder Echo will die BBC allerdings nicht f├╝r Beeb entwickeln. Zumindest vorerst nicht. Stattdessen soll Beeb bei den Online-Diensten und auf Webseite der BBC den Nutzern zur Seite stehen, sowie in den iPlayer der BBC auf Smart-TVs integriert werden. Die BBC-Zuschauer sollen beispielsweise mit Hilfe von Sprachanweisungen an Beeb bei den diversen Online-Diensten der BBC nach Sendungen suchen k├Ânnen.

Die BBC entwickelt Beeb selbst, hat also keinen externen Dienstleister damit beauftragt. Mit Sprachproben von BBC-Mitarbeitern aus allen Teilen Gro├čbritanniens wird die Software trainiert, um unterschiedliche Akzente verstehen zu k├Ânnen. Der Weckruf f├╝r den BBC-Sprachassistenten soll ÔÇ×BeebÔÇť lauten. Der Funktionsumfang der Sprachbefehle an Beeb soll aber weniger umfangreich als der von Alexa, Google Assistant oder Siri sein.

Durch die Entwicklung eines eigenen Sprachassistenten will sich die BBC alle Freiheiten f├╝r dessen Einsatz und f├╝r neue Funktionen bewahren, ohne irgendeinen Fremdanbieter erst darum bitten zu m├╝ssen. Nicht unwesentlich ist aber auch ein anderer Vorteil eines eigenen Sprachassistenten: Die BBC beh├Ąlt damit die Kontrolle ├╝ber alle Nutzerdaten. Sie kann damit die Interessen und Vorlieben ihrer Zuschauer und H├Ârer sowie das Benutzerverhalten besser analysieren. Die BBC hofft zudem darauf, dass die Nutzer einen Sprachassistenten, der direkt von der BBC kommt und nicht von Amazon oder Google, mehr Vertrauen schenken und ihn eher ohne Angst um ihre Daten und ihre Privatsph├Ąre verwenden.

Die Entwicklung eines eigenen Sprachassistenten ist allerdings eine Herkulesarbeit. Diese Erfahrung macht auch die Deutsche Telekom, deren eigener Sprachassistent nicht in die G├Ąnge kommt.

BBC verschenkt 1 Million programmierbare Mikro-Controller an Sch├╝ler

Smart Speaker der Deutschen Telekom: "Hallo Magenta" wird endlich bei Kunden getestet

Smart Speaker: Deutsche Telekom verschiebt Angriff auf Amazon und Google

Macwelt Marktplatz

2451304