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Belgien setzt auf Open-Document-Format

27.06.2006 | 13:15 Uhr |

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Die belgische Regierung setzt auf das Open-Document-Format, um interne Dokumente auszutauschen. Bis zum September 2007 mĂŒssen alle belgischen Behörden Softwareprogramme einsetzen, die das Dateiformat Open-Document (ODF) lesen können. ODF ist ein freies XML-Format, das letzten Monat ein ISO-Zertifikat erhalten hatte. Es ist gleichzeitig das Standarformat in Open-Office, Star-Office sowie einigen webbasierten Texteditoren.

Belgien ist nach dem US-Staat Massachusetts der zweite Staat, der in einer symbolischen Abkehr von Microsoft das Format ODF einfĂŒhrt. Die Entscheidung hat möglicherweise weitreichende Bedeutungen, da Belgien mit der Hauptstadt BrĂŒssel das politische Zentrum der EuropĂ€ischen Union beherbergt. Die Regierungen von DĂ€nemark und Norwegen sollen ebenfalls ĂŒberlegen, ODF als Format einzusetzen. Hersteller wie IBM, Sun Microsystems und Novell unterstĂŒtzen das offene Dateiformat. Microsoft arbeitet unterdessen an dem Konkurrenzformat Open-XML, das Bestandteil des kommenden Programmpakets Office 2007 sein soll.

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