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Betrügerische Mails zum Corona-Zuschuss im Umlauf

06.05.2020 | 11:48 Uhr | Halyna Kubiv

Vor allem Unternehmen erhalten in der letzten Zeit betrügerische Mails mit Aufforderung, Finanzdaten auszufüllen.

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie warnt in einer aktuellen Pressemitteilung vor  betrügerischen Mails, die die Behörde angeblich an Unternehmer im Freistaat verschickt. Der Absender der gefälschten Mail lautet laut LKA Bayern corona-zuschuss@stmwi-bayern.de.com , die offizielle Mail des Wirtschaftsministeriums in Bayern ist dagegen noreply@soforthilfe-corona.bayern . Im Betreff der betrügerischen Mail ist "Corona Zuschuss – Bestätigung und Belehrung" angegeben. Ähnliche Betrugsversuche werden auch aus anderen Bundesländern gemeldet, beispielsweise warnt das LKA Niedersachsen vor dieser Betrugsmasche.

In der Mail werden  Unternehmer aufgefordert, ein Formular für das Finanzamt auszufüllen und an den Absender zurückzuschicken. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums werden solche Soforthilfe-Anträge nicht über das Finanzamt abgewickelt, sondern über die zuständige Bezirksregierung oder die Landeshauptstadt München. Zudem müssen die Unternehmer, die die Soforthilfe beantragen, keine Formulare ausfüllen und an das Finanzamt schicken, wie dies in der gefälschten Mail verlangt wird, sondern auf einer extra dafür eingerichteten Seite www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona den Antrag stellen. Wer eine Mail von stmwi-bayern.de.com erhalten hat, sollte nach Ratschlag von LKA Bayern keine Anhänge öffnen und eine Anzeige erstatten .

Der Server "stmwi-bayern.de.com", von denen die betrügerischen Mails verschickt werden, ist erst vor wenigen Tagen, nämlich am 30. April 2020 vom Hoster Namecheap registriert worden. Der Hoster an sich befindet sich in Colorado, USA, seit einigen Jahren anonymisieren die Anbieter die End-Benutzer einer bestimmten Server-Adresse, man kann sich nur noch direkt beim Anbieter über Betrug oder andere Rechtsverletzungen beschweren. Nach Angaben von LKA Bayern laufen die Ermittlungen zum Versand der gefälschten Corona-Mails, offenbar sind vor allem Klein-Unternehmer und Geschäftsleute das Ziel der aktuellen Phishing-Kampagne.

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