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Betrug mit gefälschten iPhones: Mutter und Sohn in Schweiz verurteilt

06.08.2020 | 12:00 Uhr | Peter Müller

Ein Mann aus Hongkong tauscht gefälschte iPhones mit Wasserschaden gegen neue Geräte – angeblich nur für zehn Franken Provision pro Gerät.

Update vom 6. August 2020 : Das Urteil im Betrugsfall im Kanton Aargau ist mittlerweile gefallen : Der Hauptangeklagte muss für dreieinhalb Jahre hinter Gitter und wird anschlie0end mit einem siebenjährigen Einreiseverbot belegt – der 34-jährige Bürger Hongkongs lebt seit 20 Jahren in der Schweiz. Seine 56-jährige Mutter kommt glimpflicher davon, das Bezirksgericht in Baden verurteilte sie zu 18 Monaten auf Bewährung. Mit der Masche, gefälschte iPhones mit Wasserschaden und gefälschtem Versicherungsschutz gegen neue Geräte umzutauschen, hatte der nun Verurteilte aber gerade einmal 10.000 Euro erwirtschaftet, den wahren Reibach haben die Hintermänner in Hongkong gemacht, in deren Auftrag der 34-jährige handelte. Die Mutter war in 100 von 1000 Fällen involviert.

Meldung vom 4. August 2020: Das Gericht in Baden im Schweizer Kanton Aargau spricht vermutlich heute das Urteil über einen seit 20 Jahren in der Schweiz residierenden 34-jährigen Mann aus Hongkong und seine 56-jährige Mutter, die einen Großbetrug mit gefälschten iPhones begangen haben sollen. Die beiden Beschuldigten sollen über Jahre hinweg etwa 1000 gefälschte iPhones mit Wasserschaden aus Hongkong geliefert bekommen haben. Bei den Geräten war jedoch auch die IMEI-Nummer gefälscht und mit einer Apple Care+-Police verknüpft, die den Umtausch bei einem Selbstbehalt von 99 Franken ermöglichte. Die Apple Stores un^d autorisierten Fachhändler, zu denen der Angeklagte die iPhones brachte, öffneten die iPhones wegen des Wasserschadens nicht, so dass der Betrug lange nicht auffiel.

Erst dem Basler Zoll waren zwei Pakete mit 50 gefälschten Telefonen aufgefallen, berichtet SRF . Die Angeklagten – die Mutter übernahm den Umtausch von rund 100 der 1000 Geräte – berufen sich auf Arglosigkeit, sie hätten von den Fälschungen nicht gewusst - und für jedes "reparierte" iPhone eine Provision von 10 Franken bekommen. Apple tritt als Nebenkläger auf, der Schaden beträgt etwa eine Million Franken. Dem Angeklagten droht neben einer Haftstrafe die Abschiebung respektive Ausschaffung aus der Schweiz.

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