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Bezos: Amazon Prime Videos auf dem Apple TV "nur unter vernünftigen Bedingungen"

01.06.2016 | 13:37 Uhr |

Kurz nach dem Verkaufsstart des Apple TV 4 hat Amazon den Stecker gezogen und die TV-Box aus seinem Angebot genommen.

Obwohl sich auf Amazon.com und Amazon.de die krassesten Sachen finden, kann man auf der Plattform seit Ende Oktober 2015 kein Apple TV 4 oder Google Chromecast kaufen. Bereits Anfang des Monats hat der Internet-Händler die Partner darauf hingewiesen, die entsprechenden Angebote offline nehmen zu wollen. Der Pressesprecher von Amazon erklärte damals die Entscheidung mit der Vereinfachung der Produktlinie : Kunden könnten verwirrt sein, wenn sie auf Amazon Geräte kaufen, die kein Amazon Prime Video anbieten. Unsere Zweifel, das dies eher nach einer Ausrede als nach einer plausibler Erklärung aussieht, haben wir schon damals geäußert – das Apple TV 4 sowie Google Chromecast haben diverse Streaming Dientste im Angebot, einen weiteren zu implementieren, sollte keine hohe technische Hürde darstellen.

Kurz danach ist eine Meldung Runde gemacht: Amazon bereite doch noch eine Instant Video App für das Apple TV vor . Aus "wenigen Wochen", in denen die App starten sollte, sind mehrere Monate geworden, nun liefert Jeff Bezos eine Erklärung, warum Instant Videos nicht auf dem Apple TV und das Apple TV nicht auf amazon.com zu finden sind: Nach wie vor hält der Amazon-Chef zu seiner Position, der Online-Händler solle nur die Geräte verkaufen, die auch Instant Videos unterstützen. Technische Probleme bestehen keine: "Man kann immer den Player auf das TV-Gerät bringen..." Es geht wohl eher ums Geld: "... aber nicht immer vernünftige Bedingungen dafür haben.", fügte Bezos in Bezug auf das Apple TV hinzu. Auf Nachfrage von Recode wollte er jedoch nicht spezifizieren, ob er damit den 30-prozentigen Anteil in Apples iTunes Store meint. "Die privaten Geschäftsdiskussionen sollen weiterhin privat bleiben", so Bezos.

Ob da Apple an seinem Drittel der Erlöse von Amazon Instant Videos etwas ändern will, bleibt fraglich. Erst im Oktober 2015 wurde das Unternehmen einen Kartellwächter los , der auf einen Gerichtsbeschluss im bekannten E-Book-Streit in die Geschäfte mit iBooks in Cupertino überprüfte. Zwar haben sich gegen Apple mehrere Bundesstaaten und das US-Justizministerium prozessiert, der richtige Gewinner im Streit war jedoch Amazon, das seine niedrigeren Preise behalten konnte. 

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