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Big-Sur-Installer mit schwerem Fehler bei Platzmangel

09.02.2021 | 20:12 Uhr | Halyna Kubiv

Wenn der Platz auf der Festplatte für das neue System fehlt, kann der Mac im Installationsmodus stecken bleiben.

Will man von macOS Catalina oder älter auf macOS Big Sur aktualisieren, benötigt das neue System grundsätzlich 35,5 GB freien Speicherplatz . Bei den älteren Betriebssystemen (bis Mac-OS X El Capitan) – gleich 44,5 GB freien Speicher. Der Installer an sich ist knapp 13 GB groß, diesen Speicherplatz benötigt der Rechner bei der Installation zusätzlich. MrMacintosh , der Blog rund um Macs und macOS, hat jedoch einen schwerwiegenden Fehler bei dem aktuellen Big-Sur-Installer entdeckt.

Hat der Mac die DMG-Datei heruntergeladen und der Nutzer die Installation gestartet, überprüft das Programm nicht, ob genügend Speicherplatz für das fertig entpackte Betriebssystem auf dem Mac vorhanden ist. Die Installation startet und wird nie beendet, weil sich der Mac im Boot-Prozess aufhängt, falls währenddessen der freie Speicher ausgegangen ist. Das System meldet nur noch einen generischen Fehler "Beim Installieren des Updates ist ein Fehler aufgetreten" (auf Englisch "An error occurred preparing the software update"). Der Fehler tritt auf, wenn mehrere Bedingungen gleichzeitig auftreten: Der Nutzer steigt aus einem Vorgänger-System auf Big Sur um, die Punkt-Updates (von macOS 11.1 auf macOS 11.2 scheinen davon nicht betroffen zu sein), auf dem Mac sind zwischen 15 und 35,5 GB freien Speicher geblieben. Sind auf dem Mac weniger als 13 GB frei, wird der Installer vom Apple-Server nicht heruntergeladen, die Installation kann also nicht stattfinden.

Verschlüsselung erschwert Datenrettung

Alle Macs, die mit macOS Big Sur kompatibel sind, sind für den Fehler anfällig. Wer noch auf einem T2-Mac seine Daten mit File Vault 2 im System verschlüsselt hat, steht vor einem noch größerem Problem: Die Daten kann man nur retten, wenn man einen zweiten Mac für die Datenrettung verwendet. Apple hat nämlich die Sicherheit seiner Systeme mit den letzten Updates immer wieder erhöht: Bei den T2-Macs ist beispielsweise kein Systemstart von einer externen Festplatte möglich. Dazu ist seit macOS Catalina das Account-Passwort noch vor dem Wiederherstellungsmodus notwendig. Und hier kommt der größte Haken: Dieses Passwort wird von dem System im Wiederherstellungsmodus nicht akzeptiert, obwohl es vollkommen korrekt ist. Der einzige Ausweg, den "MrMacintosh" in dem Fall gefunden hat, ist den beschädigten Mac an einen zweiten Mac mit macOS Sierra oder Mojave zu verbinden, dort den Festplattenmodus zu starten und die Festplatte des gesperrten Macs in dem Modus hochzufahren. Auch das Kabel ist dabei wichtig, Thunderbolt 3, USB-C auf USB-A oder USB-C auf USB-C 3.0 sind die Voraussetzung. Ist File Vault 2 auf dem Mac deaktiviert, ist die Rettung etwas leichter: Im Wiederherstellungsmodus lässt sich die Terminal-App starten und darüber große Dateien problemlos löschen.

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