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Bild.de sperrt Adblocker-Nutzer aus

14.10.2015 | 10:30 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Im Rahmen einer Anti-Adblocker-Initiative sperrt Bild.de ab sofort die Nutzer von Adblockern aus.

Die Nutzer von Adblockern d├╝rfen ab sofort nicht mehr auf das Angebot von Bild.de zugreifen. Die entsprechende Anti-Adblocker-Initiative hat der Axel Springer Verlag am Dienstag gestartet. Beim Aufruf von Bild.de werden die Adblocker-Nutzer dazu aufgefordert, den Werbeblocker abzuschalten. Alternativ erhalten sie das Angebot, f├╝r 2,99 Euro im Monat auf eine werbefreie Variante von Bild.de zugreifen zu k├Ânnen. "Wer den Adblocker nicht ausschaltet oder nicht zahlt, kann ab sofort keine Inhalte mehr auf┬áBILD.de┬ánutzen", hei├čt es in der Mitteilung des Axel Springer Verlags.

Damit startet zum ersten Mal eine gro├če deutsche Website eine Initiative gegen Adblocker-Nutzer . Axel Springer selbst bezeichnet das Vorgehen als den "Test eines neuen Angebots", mit dem man mit Bild.de der zunehmenden Adblocker-Nutzung begegnen wolle. Die entsprechenden Nutzer h├Ątten zwei M├Âglichkeiten, um auch weiterhin auf das Angebot zugreifen zu k├Ânnen. "So gehen wir auf unterschiedliche Nutzer-Bed├╝rfnisse und den f├╝r uns sehr relevanten Werbemarkt ein", so Donata Hopfen, Vorsitzende der Verlagsgesch├Ąftsf├╝hrung BILD-Gruppe. Hopfen weiter: "Auch im Netz m├╝ssen sich journalistische Angebote ├╝ber die beiden bekannten Erl├Âss├Ąulen, n├Ąmlich Werbe- und Vertriebseinnahmen, finanzieren, um weiterhin unabh├Ąngigen Journalismus zu bieten.ÔÇť

Im Rahmen der Anti-Adblocker-Initiative soll auch eine "Adblocker Wall" getestet werden. Dabei handelt es sich um ein Fenster, das die Adblocker-Nutzer an unterschiedlichen Einstiegsstellen auf BILD.de über die 2,99-Euro-im-Monat-Option informiert.

Parallel zur Initiative streitet sich Axel Springer auch mit dem Adblocker-Anbieter Eyeo derzeit vor Gericht. Gegen das erste Urteil des K├Âlner Landgerichts ist Axel Springer in die Berufung gegangen. Nach Ansicht des Verlags ist das Gesch├Ąftsmodell von Adblocker-Anbietern rechtswidrig.┬á "Dies gilt sowohl f├╝r das Unterdr├╝cken von Werbung auf Verlagswebseiten als auch f├╝r das Angebot des ÔÇÜWhitelistingÔÇÖ, bei dem sich Publisher von der Werbeblockade freikaufen k├Ânnen, ein aus Sicht von Axel Springer erpresserisches Vorgehen", so der Verlag.

Adblock wurde verkauft und setzt auf "Acceptable Ads"

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