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Bildqualität

24.11.2008 | 00:00 Uhr

Bildqualität

Videoleuchten helfen bei schwachem Licht, doch die Camcorder von Canon und Sony haben eigene Systemschuhformate, ein Hindernis für Drittanbieter.
Vergrößern Videoleuchten helfen bei schwachem Licht, doch die Camcorder von Canon und Sony haben eigene Systemschuhformate, ein Hindernis für Drittanbieter.

Die ersten Aufnahmen bei Tageslicht zeigen, dass sich Consumer-Geräte durchaus mit der Bildqualität professioneller Kameras messen können. Besonders deutlich wird das bei Canon und Sony: Die Auflösung reicht nahe bis zur Systemgrenze des HDTV-Standards, was sich in beeindruckendem Detailreichtum zeigt. Selbst feinste Nuancen werden bis ins kleinste herausgearbeitet, egal ob filigrane Blätter und Rasen in der Natur oder harte Kanten an Schildern und Bauten in der Stadt. Immer wirken die Bilder bis in die Ecken extrem klar. Dabei kommt kaum Scharfzeichnung zum Einsatz, was für einen sehr natürlichen Bildeindruck sorgt.

Mit mehr künstlicher Schärfe präsentiert sich JVCs komplett neu entwickelter Sensor und kommt damit subjektiv auf einen ähnlich scharfen Bildeindruck. Hier stören eher vom Objektiv hervorgerufene gelegentliche Farbverschiebungen an Motivkanten (chromatische Abberationen), die besonders im Telebereich stärker auftreten. Der Panasonic HDC-HS100 kann in der Auflösung nicht ganz mithalten, er verwendet eine deutliche Scharfzeichnung, die durch die Komprimierung noch verstärkt wird. So umgeben feine Details oftmals weiße Ränder, trotzdem bleibt der Gesamteindruck besonders kontrastarmer Objekte etwas weich. Die Bilddynamik bietet in hellen Bereichen weniger Zeichnung als die Konkurrenz, dafür arbeitet die "IA" genannte Bildoptimierung dunklere Partien etwas besser heraus.

Qualitätsmängel bei wenig Licht

Bei wenig Licht lässt die Bildqualität aller getesteten Camcorder deutlich nach. Die durchschnittlich weniger als 1/3 Zoll kleinen Sensoren sind für Lowlight-Situationen schlecht geeignet. Bei dem Canon HG21 fangen als erstes die Flächen an zu rauschen, das Bild wird schnell dunkel und sehr unruhig. Die hohe Datenrate ist hier tatsächlich notwendig, damit Artefakte nicht allzu stark auffallen. Das JVC-Modell schwächelt bei wenig Licht ähnlich stark und zeigt noch mehr Auflösungsverlust. Sony arbeitet mit einer stärkeren Rauschunterdrückung in den Flächen, kann aber nicht verhindern, dass der AVCHD-Codec feinere Details mit Artefakten versieht. Trotzdem ist der Gesamteindruck noch vergleichsweise gut. Bei dem Panasonic HDC-HS100 kommen zwar drei Sensoren zum Einsatz, doch auch sie sind zu klein für ernsthafte Aufnahmen bei wenig Licht. Das Bild bleibt etwas heller als bei der Konkurrenz, es sind jedoch deutliche Komprimierungsartefakte und nachlassende Schärfe zu sehen.

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