958876

Billiger Drucker, teure Tinte

10.11.2006 | 13:22 Uhr | Peter Müller

Billiger Drucker, teure Tinte

Der Kaufreflex ist groß, wenn kurz vor der Kasse für 49,99 Euro ein Tintenstrahldrucker bereit steht. Doch hier muss man sich erst einmal bremsen, denn das Schnäppchen könnte sich bald als Groschengrab entpuppen. Die Faustformel bei Tintenstrahldruckern ist einfach: Je billiger der Drucker, desto höher die Druckkosten. Darüber hinaus ist die Druckqualität schlechter und das Gerät langsamer als bei teureren Modellen.

Wer seinen Drucker indes nur alle paar Monate für den Ausdruck eines Briefes oder einer Einladungskarte verwendet, für den rechnet sich trotz der hohen Tintenkosten ein Billigdrucker dennoch. Beachten sollte man nur, dass bei sehr langer Nichtbenutzung die Düsen antrocknen und dann mit viel teurer Tinte wieder frei gespült werden müssen.

Doch das Wichtigste: Vor dem Kauf sollte man unbedingt darauf achten, ob der Drucker das Mac-Betriebssystem unterstützt. Dies ist nicht selbstverständlich, so bieten beispielsweise alle aktuellen Tintenstrahldrucker von Lexmark nur Windows-Treiber. Im Zweifelsfall sollte man das vermeintliche Schnäppchen lieber im Verkaufsregal stehen lassen.

Drucker für regelmäßige Aufgaben

Verwendet man einen Drucker mehrmals die Woche, sollte man mehr Geld in den Drucker investieren. Empfehlenswert ist ein Drucker mit einzeln austauschbaren Tintenpatronen. Da in der Praxis nie alle Farben gleichzeitig leer werden, muss man bei Kombipatronen, die in der Regel die Farben Cyan, Magenta und Gelb beinhalten, bereits tauschen, nachdem eine der drei Farben zu Ende geht. In der Praxis muss man so nicht selten mehr als ein Drittel der kostbaren Tinte wegwerfen.

Laser oder Tinte

Wer viel Wert auf einen guten Textdruck legt, für den ist ein Schwarz-Weiß-Laserdrucker eine gute Wahl. Diese Geräte gibt es mittlerweile unter 200 Euro zu kaufen. Zwar ist der Seitenpreis durchaus moderat, liegt jedoch nicht immer unter denen eines Textdrucks von einem Tintenstrahldrucker. Doch einen weiteren Vorteil bieten Laserdrucker gegenüber der Tintenstrahl-Konkurrenz: Hier trocknet nach einigen Wochen Stillstand keine Druckdüse ein.

Fotodruck - Teuer und schick

Bei den Kampfpreisen, mit denen Fotolabore um Kunden buhlen, kann ein Tintenstrahldruck schwerlich mithalten. Doch der Preis alleine ist nicht das entscheidende, vielmehr kann man mit einem Tintenstrahldrucker das Foto gleich in den Händen halten. Das ist sehr nett auf Partys oder für Grußkarten im letzten Augenblick – denn gerade Weihnachten kommt alljährlich gerade für die erwachsene männliche Bevölkerung immer so unerwartet.

Durchwegs gute Ergebnisse beim Fotodruck bieten bereits Tintenstrahldrucker, die mit vier Farben arbeiten. Doch erst die Fotodruckspezialisten, die mindestens sechs Farben verwenden, bringen Fotos in sehr guter Qualität aufs Papier. Hier sollte man unbedingt auf einzeln tauschbare Tintenpatronen achten, will man regelmäßig Fotos drucken. Die Druckqualität der Fotodrucker ist bereits sehr gut, nur bei genauer Betrachtung erkennt man Unterschiede.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Druckern, Patronen und vermeintlichen Schnäppchen gemacht? Diskutieren Sie in unserem Forum !

Macwelt Marktplatz

958876