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Bis 50 GB: Hohes Mobilfunk-Volumen durch "Deinstallierte" iOS-Apps

18.03.2020 | 15:39 Uhr | Stephan Wiesend

Hat man Apps unter iOS 13 deinstalliert, können diese unter Umständen weiter Mobilfunkvolumen verbrauchen.

Es ist immer sehr sinnvoll, unter iOS regelmäßig einen Blick auf die Einstellung „Mobiles Netz“ zu werfen. Hier listet das System auf, welche App wie viel vom kostbaren Datenvolumen des Mobilfunkertrages verbraucht. Auch unter dem Eintrag „Deinstallierte Apps“ findet man üblicherweise einen kleinen Betrag für das Volumen längst deinstallierter Apps, meist handelt es sich aber nur um wenige MB. Bei einigen Anwendern kann das verbrauchte Datenvolumen aber kurzfristig immens anwachsen, ein Anwender berichtet im Forum Macrumors etwa von 4 GB an unerwartet konsumiertem Mobilfunkvolumen. Auch Gordon Kelly von Forbes berichtet über das Problem, bei einigen Anwendern sollen bis zu 50 GB von den deinstallierten Apps verbraucht werden, was auch bei Verträgen ohne Volumenbegrenzung zu Sperren führen kann.

Die Ursache ist bisher nicht bekannt, er soll auch in der Beta iOS 13.4 weiter auftreten. Berichte über das Problem sind nicht neu, anscheinend tritt das Problem seit der Einführung von iOS 13 gelegentlich auf. In Foren gab es die Theorie, das Auslagern einer App könnte die Ursache sein. Um Platz zu sparen, kann man eine App nämlich teilweise deinstallieren. Sie verbraucht dann kaum noch Platz, das Symbol der App bleibt aber weiter auf dem Homescreen und kommuniziert auch unter Umständen mit dem Hersteller. Allerdings soll das Problem auch bei Anwendern auftreten, die diese Funktion gar nicht nutzen. Es gibt nur wenige Hinweise auf die Ursache: Laut Forbes meint der Anbieter Verizon, dass der Fehler mit dem Streaming von Audio und Video zusammenzuhängen scheine, zumindest würden die benutzten Ports der Netzwerkverbindungen darauf hinweisen. Eine Lösung ist bisher nicht bekannt, auch das komplette Löschen des iPhones soll das Problem nicht beheben. Wir empfehlen deshalb, unter iOS 13 den mobilen Datenverbrauch im Auge zu behalten. Von Apple gibt es bisher keine Stellungnahme zu dem Problem.

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