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Blix will gegen die Ideenklau von Apple vorgehen

05.02.2020 | 10:07 Uhr | Peter Müller

Blix streitet sich vor Gericht mit Apple wegen "Anmelden mit Apple ID". Angeblich ist die Idee geklaut.

Verbündete : Eine der Funktionen von "Sign in with Apple" ist die Verschleierung der E-Mail-Adresse. Für die Kommunikation mit einem Anbieter bekommt dieser eine Einmal-Adresse, die Apple an die tatsächliche ID weiterleitet, sodass der Webshop oder Serviceprovider keine Rückschlüsse ziehen kann, bei welchen Diensten der Kunde sonst noch angemeldet ist.

Diese Funktion ist nun aber Gegenstand eines Prozesses gegen Apple, den der Softwareentwickler Blix angestrengt hat, der seine Idee für Produkte wie BlueMail und Followapp gestohlen sieht: Denn mit "Share Email" in BlueMail ist genau das gegeben, was Apple so intensiv für seinen Dienst herausstellt. Für Blix-Gründer Ben Volach mahlen die Mühlen der Justiz zu langsam, nun sucht er nach Verbündeten, denen es ähnlich geht – und sollte dabei in der Entwicklergemeinde fündig werden können.

Denn Apple hat in der Vergangenheit schon öfter erfolgreiche Konzepte von Softwareanbietern aufgegriffen und in seine Systeme und Programme eingebaut. Jüngst etwa die Funktion Sidecar für iPadOS und macOS Catalina, mit der man ein iPad als Zweitmonitor für den Mac nutzen kann. Oder schon viel früher, etwa mit Sherlock und iWeb, das beides den Hersteller Karelia Software betraf und seine Lösungen überflüssig machte.

Das Vorgehen hat daher einen eigenen Namen bekommen: Sherlocking. Das steht zwar noch nicht im Duden, aber immerhin schon im Urbandictionary. So sucht nun Blix nach Verbündeten, man halte sich alle Optionen offen, bis zu einer Sammelklage. Apple spiele unfair, da es nicht nur ein konkurrierender Softwareanbieter sei, sondern über die App Stores auch den Zugang zu seinem System kontrolliere.

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