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Britische Polizei umgeht iOS-Verschlüsselung mit ungewöhnlicher Methode

06.12.2016 | 09:39 Uhr |

Bis Apple einwilligt, eine Backdoor in iOS zu bauen, haben sich britische Polizisten eine andere Methode überlegt.

Es gibt keine Hintertür in iOS und Apple weigert sich aus guten Gründen, eine solche zu programmieren. In Großbritannien ist die Polizei daher auf neue Methoden verfallen, wenn es darum geht, die Inhalte von iPhones Verdächtiger auszulesen: Die Polizisten reißen die iPhones einfach den möglichen Straftätern aus der Hand, solange sie nicht gesperrt sind. Zumindest ein Fall ist aktenkundig , in dem die Strafverfolger einen Verdächtigen auf offener Straße überfielen, um so an die Daten seines iPhones und damit mögliche Beweise zu gelangen.

Der Verdächtige namens Gabriel Yew hat nach Ansicht der Polizei Kreditkarten gefälscht und damit Luxusgüter gekauft. Die meisten seiner Aktivitäten habe er auf seinem iPhone erledigt, wohl in dem Wissen, dass die Polizei an die Daten nicht rankommen kann, selbst wenn er festgehalten werde. Die Polizisten haben ihn jedoch just in dem Moment verhaftet, als er telefonieren wollte. So konnten die Ermittler sicherstellen, dass das iPhone entsperrt und aktiviert war. Einer der beteiligten Polizisten musste das iPhone so lange mit permanenten Wisch-Gesten in Betrieb halten, bis es mit einem Computer verbunden werden konnte, um die Daten auszulesen. Die Anklage konnte die gewonnenen iPhone-Daten insofern ausnutzen, als dass Yew jetzt für fünf Jahre einsitzt.

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