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Buch behauptet: Jobs soll Ek verängstigt haben

25.07.2019 | 11:15 Uhr | Peter Müller

Steve Jobs soll mit unlauteren Methoden den Gründer von Spotify verunsichert haben, behaupten zwei schwedische Buchautoren. Ihre Quellenlage ist aber recht dünn, denn von Daniel Ek haben sie die Geschichte nicht gehört.

Bisher nur auf schwedisch ist eine Biographie über den Spotify-Gründer Daniel Ek erschienen. Die Autoren Jonas Leijonhufvud und Sven Carlsson des Buches Spotify Inifrån (etwa: Die unerzählte Geschichte von Spotify) hatten zwar keinen direkten Zugang zu Daniel Ek, berufen sich aber auf mehr oder minder verlässliche Quellen aus seinem Umfeld, vor allem ehemalige und aktuelle Angestellte.

Wie Leijonhufvud und Carlsson im Interview mit Variety erklären , haben sie keinen Beweis, dass hinter der Einstiegsszene des Buches tatsächlich beinah spukhafte Anrufe von Steve Jobs an Daniel Ek stehen. Ek soll aber im Jahr 2010, als Spotify sich erst einmal vergeblich um den Einstieg in den US-Markt bemühte, Anrufe erhalten haben, bei denen sich der Anrufer nicht meldete, sondern lediglich tief atmete. Ek habe dahinter Steve Jobs vermutet, der versucht haben soll, ihn zu verunsichern. Die Autoren betonen, dies illustriere vor allem Eks Verunsicherung und eine mögliche Paranoia, dass Jobs tatsächlich zu solchen Mitteln gegriffen habe, sei nicht beweisbar. Doch sei der Widerstand der US-Musikindustrie gegen den Streamingdienst so groß gewesen wie deren Loyalität zu Apples iTunes Store.

Derzeit steht Spotify mit Apple auf Kriegsfuß. Daniel Ek beschwert sich, dass Apple einen großen Anteil von mit der Spotify-App eingenommenen Geldes für sich behält und im App Store sein eigenes Angebot bevorzugt. Apple kontert mit der Tatsache , dass nur ein kleiner Bruchteil der Spotify-Kunden ihr Abo via App Store abgeschlossen haben und für diese Abos ab dem zweiten Jahr ohnehin die reduzierte App-Store-Gebühr von 15 Prozent anfällt. Eine gute Milliarde iOS-Geräte würden aber einen immensen Gegenwert in Form von Reichweite für Spotify und andere App-Entwickler uns Serviceprovider bieten.

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