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CGM DVE Complete XXL

21.04.2007 | 09:00 Uhr

Test: CGM DVE Complete XXL

Plug-Ins f├╝r Final Cut Pro

Alles zusammen und alles in einem: Mit dem DVE Complete XXL bietet der deutsche Hersteller CGM erstmal alle hauseigenen Filter, Generatoren und ├ťberblendungen f├╝r Final Cut Pro in einem Rundumsorglos-Paket an.

Von Andreas Zerr (18.04.2007)

Die XXL-Version enth├Ąlt fast 200 Effekte f├╝r weniger als 400 US-Dollar. Alleine 66 ├ťberg├Ąnge finden sich in der Sammlung, vom einfachen Dissolve ├╝ber komplizierte 3D-Blenden bis hin zu Wipes und Page Peels ├╝ber vier Ecken. Zwar lassen sich verspielte Kinkerlitzchen wie ein 16-Punkt-Morph oder eine 3D-Zoom-Rotation nicht in jedem Film anwenden, schon gar nicht wenn man professionell f├╝r das Fernsehen arbeitet. Nichtsdestotrotz finden sich in der reichhaltigen Sammlung auch echte Perlen wie der Volumetric Light Dissolve, der einen ├ťbergang aufgrund von Helligkeit aus einer Ecke heraus ├╝ber das Bild verteilt, oder der Film Dissolve, dessen simulierte Blende sehr nah an die wirkliche Verarbeitung von Zelluloid-Material heranreicht. Bei allen ├ťberg├Ąngen sind mitunter sehr umfangreiche Einstellungsm├Âglichkeiten vorhanden sowie eine gute bis sehr gute Renderqualit├Ąt. Selbst auf HDV-Material rechnen die ├ťberg├Ąnge in angenehmer Geschwindigkeit mit zufrieden stellendem Ergebnis.

Gefiltert und generiert

Schadensfall: Der Aged Film Effekt beschädigt das Bild über Kratzer, während Staub und feine Härchen für eine Verunreinigung des Videos sorgen. Rahmen und Färbungen lassen sich optional hinzufügen.
Vergr├Â├čern Schadensfall: Der Aged Film Effekt besch├Ądigt das Bild ├╝ber Kratzer, w├Ąhrend Staub und feine H├Ąrchen f├╝r eine Verunreinigung des Videos sorgen. Rahmen und F├Ąrbungen lassen sich optional hinzuf├╝gen.

Auch die Anzahl der Videofilter und Generatoren ist ├╝berw├Ąltigend und reicht von Kitsch bis Kunst; besser gesagt vom K├╝chentisch bis Hollywood. Wirklich gute und brauchbare Filter sind zum Beispiel der Film Pro Effekt zum Hinzuf├╝gen von Gain, Black- and White Restore, einem Film-Gamma sowie einer leichten Unsch├Ąrfe, oder der Aged Film Filter, um das Video mutwillig zu zerst├Âren oder mit Staub und Haaren zu verunreinigen. Auch finden sich durchaus brauchbare Korrektur- und Stilisierungs-Filter, die mitunter weit ├╝ber die M├Âglichkeiten der Final Cut Pro-eigenen Effekte hinausgehen und Sonnenschein, LensFlares oder einen Silk-Effekt auf das Bild zaubern. Spezielle Filter wie Photo Camera oder Handy Cam ersparen dem Anwender das komplizierte Erstellen von Grafiken in Photoshop, und selbst Drop-Outs oder Fehlaufnahmen billiger DV-Kameras lassen sich ├╝ber die CGM-Filtersammlung simulieren. Wie auch die ├ťberg├Ąnge verf├╝gen alle Filter ├╝ber mehr oder minder umfangreiche Einstellungsm├Âglichkeiten, wobei sich die meisten Parameter auch ├╝ber Keyframes zeitlich manipulieren lassen. Das Render-Ergebnis der Effekte ist durchweg zufriedenstellend und ben├Âtigt auch bei kompliziertem HDV-Material in voller Aufl├Âsung nicht allzu lange Rechenzeiten.

Fazit

Mit einem Preis von weniger als zwei US-Dollar pro Filter beziehungsweise ├ťbergang ist die XXL-Sammlung sehr g├╝nstig und dabei sogar noch qualitativ hochwertig. Eine derartige F├╝lle an Effekten eignet sich vor allem f├╝r Anwender, die gerne experimentieren und/oder Techno-Videos f├╝r VIVA schneiden. F├╝r die professionelle Anwendung im ARTE- oder Industriefilm-Stil ist es eher ratsam, die interessanten Filter einzeln zu kaufen, das hei├čt nur Geld f├╝r etwas auszugeben was man wirklich ben├Âtigt. Wozu das ganze Rind kaufen wenn man nur ein Steak grillen will?

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