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Catalina setzt auf zsh statt bash, Dashboard verschwindet

05.06.2019 | 15:20 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Apple mistet im System Altlasten aus. Die Grundlage für das Terminal – Bash – ist arg veraltet und wird durch ein neues Programm ersetzt.

In macOS 10.15 Catalina wechselt Apple die Shell. Statt wie bisher Bash als Standard zu nutzen, ist nun zsh die Standard-Shell. Bash wird zwar noch weiterhin unterstützt, doch rät Apple Entwicklern, bereits unter Mojave auf zsh zu wechseln. Die neue Shell bietet laut "The Verge" flexibleres Autocomplete und eine bessere Zukunftssicherheit. Warum Apple zu einer anderen Version von Shell wechselt, bleibt unklar. " The Verge " vermutet, die von Apple lizenzierte Version von Bash ist arg in die Jahre gekommen. Demnach verwendet Apple noch die Version 3.2, diese ist unter der zweiten Generation von General Public License zugelassen und wurde bereits 2006 veröffentlicht. Mittlerweile sind neuere Versionen verfügbar, die jedoch unter der dritten Generation der GPL zugelassen sind. Mit der dritten Generation der GPL hat Apple so seine Probleme: Die Lizenz ist in Hinblick auf große Unternehmen wie Apple restriktiver, GPLv3 schützt besser gegen Patentklagen. Dazu kann die unter GPLv3 lizenzierte Software frei durch den Nutzer verändert werden – ein Alptraum für Apple. Z-Shell ist größtenteils mit einer MIT-Lizenz freigegeben, diese enthält noch weniger Beschränkungen als die GPL-Lizenz. 

Was Apple ebenso nicht auf der Keynote erwähnte, "Appleinsider" aber in der ersten Entwickler-Beta entdeckt hat: Das Dashboard ist aus dem System verschwunden. Eingeführt mit Mac-OS X 10.4 Tiger war seit OS X 10.10 Yosemite nicht mehr per Default aktiviert, die Benachrichtigungszentrale hat die Aufgaben des Dashboards seither übernommen. Vor allem in der Heute-Ansicht lassen sich die Widgets von nativen Apps und von Apps der Dritt-Hersteller integrieren.

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