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Chip-Fabrik für Apple-Geräte in Deutschland geplant

13.12.2021 | 12:55 Uhr | Halyna Kubiv

Der taiwanische Hersteller befindet sich in frühen Gesprächen mit der Bundesregierung, um die Möglichkeit eine Mikrochip-Fabrik in Deutschland zu bauen.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. oder kurz TSMC ist ein Premium-Partner von Apple im Bereich Prozessoren. Cupertinos Chip-Strategie, auch der Umstieg auf die eigenen M1-Module, hängt eng mit dem taiwanischen Hersteller zusammen. Im Rahmen eines Technologie-Forums in Taipeh hat TSMCs Vizepräsindentin für europäische und asiatische Märkte Lora Ho verraten , dass der Hersteller sich in frühen Gesprächen mit der Bundesregierung befinde, um eine neue Chip-Fabrik in Deutschland bauen zu können. Fest ist noch nichts, es hänge stark davon ab, ob und welche Förderprogramme dafür verfügbar werden, wie die Nachfrage nach Mikroelektronik auf dem europäischen Markt ausschaut und wie leicht sich die entsprechenden Mitarbeiter für die Fabrik rekrutieren lassen. 

Während TSMC seine Produktionsstätte zu diversifizieren versucht, hat die Europäische Kommission im vergangenen Sommer eine Initiative zur Förderung der Chip-Produktion auf dem Kontinent gestartet. So wurde Industrial Alliance for Processors and Semiconductor Technologies ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, Hersteller und Forscher unter ein Dach zu bringen und die europäische Chip-Herstellung zu fördern. Der Plan sieht vor, die Produktionsstätten für Prozessoren im 5-nm- bis 2-nm-Verfahren innerhalb der EU zu etablieren. Aktuell wird in der Europäischen Kommission und im Parlament ein European Chip Act diskutiert – ein Förderprogramm für die EU-Mitgliedsstaaten als Prozessoren-Standort. 

Wir haben beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz nachgefragt, ob die Behörde die Gespräche mit TSMC bestätigen kann. Sobald uns eine Antwort vorliegt, werden wir die Nachricht entsprechend aktualisieren. 

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