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Chiphersteller AMD in der Gewinnzone

19.01.2006 | 07:24 Uhr |

Der amerikanische Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat seinem dominierenden Hauptkonkurrenten Intel Kunden abspenstig gemacht und hat im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2005 sehr gut verdient. Die Wall Street belohnte die guten AMD-Ergebnisse am Mittwoch nach Börsenschluss mit einem weiteren krĂ€ftigen Kursanstieg um 10,6 Prozent auf 37,76 Dollar. AMD ist neben Intel der grĂ¶ĂŸte PC-Chip-Anbieter.

Die AMD-Wachstumsrate erhöhte sich im vierten Quartal, was zu weiteren Marktanteilgewinnen bei Server-, Desktop- und Mobilprodukten gefĂŒhrt habe, erklĂ€rte AMD-Finanzchef Robert J. Rivet. Er hob auch die erhebliche Schuldenreduzierung hervor. AMD habe zum Jahresende 1,8 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln und kurzfristigen Investments verfĂŒgbar. Einer der geschĂ€ftlichen AMD-Höhepunkte war die Eröffnung der neuen Fab-36-Fabrik in Dresden. Das neue Werk werde die AMD-Fertigung in den kommenden drei Jahren verdoppeln. Die Produktauslieferungen von dort sollen im ersten Quartal 2006 anlaufen.

AMD erhöhte den Umsatz im vierten Quartal gegenĂŒber der entsprechenden Vorjahreszeit um 45 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro). Dies teilte AMD am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Das in Sunnyvale (Kalifornien) ansĂ€ssige Unternehmen verdiente im Schlussquartal 96 Millionen Dollar oder 21 Cent je Aktie gegenĂŒber roten Zahlen von 30 Millionen Dollar oder acht Cent je Aktie im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Klammert man Sonderbelastungen aus, verdiente AMD 205 Millionen Dollar oder 45 Cent je Aktie. Der Jahresumsatz stieg um 17 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar und der Jahresgewinn auf 165,5 (91,1) Millionen Dollar oder 40 (25) Cent je Aktie. Die Quartals- und Jahresergebnisse schließen das GeschĂ€ft der Flash-Memory-Sparte bis 20. Dezember ein, die AMD zu diesem Zeitpunkt an die Börse gebracht hatte. Flash-Memory-Chips werden in Handys und anderen elektronischen GerĂ€ten verwendet. Es handelt sich um die Firma Spansion, ein Gemeinschaftsunternehmen mit der japanischen Fujitsu.

AMD erwartet fĂŒr das erste Quartal 2006 gegenĂŒber den vorangegangenen drei Monaten einen stagnierenden bis leicht rĂŒcklĂ€ufigen Umsatz. Dies wĂŒrde gegenĂŒber dem ersten Quartal 2005 auf einen Umsatzanstieg von 70 Prozent hinauslaufen, erklĂ€rte die Gesellschaft. (dpa)

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