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Clubhouse: Alle Details zur neuen Hype-App

18.01.2021 | 16:23 Uhr | Denise Bergert

In der Social-Media-Plattform für Apples iPhone können Nutzer live in Audio-Chat-Räumen miteinander diskutieren.

Eine neue Social-Media-App sorgt seit einigen Tagen für Aufsehen: Clubhouse . Die App ist aktuell nur für Apples iPhone verfügbar und Nutzer benötigen eine Einladung, um dem Netzwerk beitreten zu können. Clubhouse versteht sich als soziale Audio-Plattform. Hier können Nutzer in den sogenannten "Räumen" per Sprachchat miteinander diskutieren. Daraus ergibt sich ein Mix aus Twitter-Diskussion und Radio-Talkshow.

In den deutschen Audio-Chat-Räumen ist aktuell überwiegend die Gründerszene vertreten, aber auch FDP-Chef Christian Lindner war bereits zu Gast. Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) fand sich unter den Zuhörern zum Thema "Wird 2021 das Diversity-Jahr?". In den Gesprächsrunden geht es aktuell also überwiegend um Startups, Finanzierungsmodelle und Investorensuche. Unter den Zuhörern ist Investoren-Prominenz wie TV-Moderator Joko Winterscheidt oder die Fußball-Profis Mario Götze und André Schürle vertreten. Am Wochenende fand die Diskussionsrunde "VC-Talk – Insights in die europäische VC-Szene" rund 700 Zuhörer. Hier unterhielten sich die beiden Amorelie-Gründer Sebastian Pollok und Lea-Sophie Cramer mit dem Präsidenten des Bundesverbands Deutsche Startups und Eventures-Investor, Christian Miele.

Mitmachen oder Zuhören ist bei Cloubhouse jedoch gar nicht so einfach. Derzeit steht lediglich eine Version der App für iOS bereit, wann und ob auch eine Android-Fassung erscheint, ist noch unklar. Um an Clubhouse teilnehmen zu können, ist außerdem eine Einladung eines bereits registrierten Nutzers notwendig. Einladungen wurden am Wochenende über Ebay Kleinanzeigen teilweise für 50 Euro gehandelt. In den USA ist Clubhouse bereits seit Frühjahr 2020 populär. In Deutschland nimmt die App erst jetzt Fahrt auf.

Clubhouse erntet für seinen Umgang mit Datenschutz jedoch Kritik. So verlangt die App bei der Installation Zugriff auf das Adressbuch des Nutzers und Gespräche in den unterschiedlichen Chat-Räumen werden anscheinend aufgezeichnet. Was genau die Clubhouse-Betreiber mit den Kontakten machen, verraten die schwammigen AGB der App nicht. Das Unternehmen behält sich sehr viele Rechte vor. Wer sein Adressbuch mit Geschäftskontakten mit Clubhouse teilt, sollte Vorsicht walten lassen, da dafür in der Regel die Zustimmung des entsprechenden Kontakts notwendig ist. Nutzer werfen der Plattform außerdem vor, rassistische und antisemitische Inhalte nicht zu moderieren und entsprechende Mitglieder nicht für die App zu sperren. Hier wollen die Entwickler in den nächsten Monaten nachbessern.

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