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Cook: "Monopol an sich ist nichts Schlechtes"

12.12.2019 | 09:39 Uhr | Peter Müller

Auf seiner Tour durch Japan hat Tim Cook gegenüber Asia Nikkei Review ein Interview gegeben.

Interview: Gegenüber der Nikkei Asian Review hat Apple-CEO einige interessante Ansichten geäußert. So erklärte er der Publikation, dass Monopole für sich nichts Schlechtes seien, solange man sie nicht missbraucht.  Ob ein Missbrauch vorliege, entscheide auch nicht er, sondern im Zweifelsfall eine Regulierungsbehörde.

Apple ist ohnehin in keinem Sektor ein Monopol, sondern mehr Konkurrenten als jede andere Firma auf dem Planeten. Erneut betonte er den Unterschied Apples zu Google und Facebook: Der Kunde sei der Kunde und kein Produkt, dessen Daten vermarkte man nicht. Zudem wies er die Kritik zurück, Apple würde zu viele Aufträge nach China geben. In den USA habe man über zwei Millionen Jobs geschaffen, neben dem Glas, das von Corning aus Kentucky kommt, sei noch jede Menge anderer Komponenten aus dem Heimatland im iPhone verbaut, nur die Endfertigung geschehe in China.

"Die Art und Weise, wie wir produzieren, ist, dass wir alle Länder betrachten und sehen, welche Fähigkeiten in jedem Land ansässig sind, und wir wählen die besten aus," sagte er in Hinblick auf den Zulieferer Seiko Advance, den er im Rahmen seiner Japanreise besuchte. Das Unternehmen sei der Grund, warum man das iPhone farbig gestalten haben können.

Apples Erbe wird sich ohnehin auf dem Markt der Vorsorge und Gesundheit definieren. Nach Tim Cook hatte noch vor einem Jahr nur ein Bruchteil der Erdbevölkerung ein jährliches EKG, nun gibt es ein Gerät, das die Messung zu Hause und innerhalb von Minuten erledigt – die Apple Watch eben.

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