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Core Duo: Intelligente CPU-Architektur

10.02.2006 | 11:25 Uhr

Core Duo: Intelligente CPU-Architektur

Wichtigste Neuerung im Vergleich zu den Desktop-Doppelkernern von AMD und Intel: Die beiden Prozessorkerne des Core Duo teilen sich den 2 MB großen L2-Cache. Der gemeinsame Cache bringt Vorteile, wenn beide Rechenwerke nicht unter Volllast schuften - von einigen wenigen Anwendungen abgesehen ist das meist der Fall. Dann schnappt sich der höher ausgelastete Prozessorkern so viel Cache wie nötig, während sich der andere Kern mit weniger Cache zufrieden geben kann, da er gerade wenig oder überhaupt keine Arbeit erledigen muss.

Der gemeinsame Cache erhöht zudem die Recheneffizienz, wenn ein Kern Daten anfordert, die der zweite Kern bereits im L2-Cache vorhält. Die Daten müssen dann nicht wie bei den Desktop-Doppelkernern zeitraubend über den Prozessor-Bus wandern, sondern lassen sich direkt aus dem gemeinsamen L2-Cache auslesen. Das geht nicht nur schneller, sondern senkt auch den Stromverbrauch.

An der Temposchraube hat Intel natürlich auch gedreht: Im Vergleich zum Vorgänger Pentium M hat sich nicht nur die Anzahl der CPU-Kerne verdoppelt. Auch der Systemtakt steigt von 533 auf nunmehr 667 MHz. Den Kerntakt hat Intel allerdings nicht erhöht: Das Spitzenmodell Core Duo T2600 arbeitet mit 2,13 GHz, ebenso wie der Pentium M 770. Für mehr Tempo dürfte auch die SSE3-Unterstützung bei entsprechend optimierten Anwendungen sorgen - der Pentium M musste auf den zusätzlichen SSE3-Befehlssatz noch verzichten.

Ausstattungslücken: Perfekt ist der Core Duo noch nicht. Intel hat dem effizienten Rechenkünstler die 32-/64-Bit-Unterstützung EMT64 verweigert und die im Kerninneren schlummernde Virtualisierungs-Technik Vanderpool noch nicht frei geschaltet. Einen umfassenden Bericht zum Core Duo hält der Artikel „ Alle Infos zur neuen Centrino-Generation “ für Sie bereit.

Noch ein Wort zur Verfügbarkeit: Schlecht! Derzeit wandert die Core-Duo-Baureihe fast ausschließlich in Notebooks. Selbst namhafte Hersteller bekommen erst in zwei Wochen die erste Lieferung von Intel, den die Produktion ist erst angelaufen. Bis der Stromsparfuchs im Einzelhandel auftaucht dürften daher noch einige Monate vergehen, den auch die PC-Hersteller warten schon händeringend auf den effizienten Rechenkünstler, um damit ihre Wohnzimmer-PCs zu bestücken. Und schließlich versorgt Intel ja auch noch seinen promineten Neu-Kunden Apple mit Core-Duo-Prozessoren.

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