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Corona-App-Entwicker klagt gegen Apple

20.01.2021 | 10:27 Uhr | Peter Müller

In Sachen Corona-Apps ist die Tür zum App Store noch härter als sonst. Das führt nun zu einer Klage in New Hampshire.

Der Hersteller der App "Coronavirus Reporter" hat Apple wegen der Ablehnung des Tools für den Apple Store verklagt, berichtet Apple Insider . In der in New Hampshire eingereichten Klage behaupten die Entwickler, Apple habe so gehandelt, um ein Monopol für Kontakt-Tracing-Apps zu errichten, Apple lässt Corona-Warn-Apps indes nur zu, wenn sie die zusammen mit Google entwickelten APIs nutzen und von einer Gesundheitsbehörde herausgegeben werden.

Nach eigenen Angaben haben Gesundheitsexperten und Computerwissenschaftler die App im Februar 2020 entwickelt, zum "Erfassen und Erhalten von kritischen biostatistischen und epidemiologischen Daten in Echtzeit". Apple habe den Vertrieb über den App Store mit der Begründung verweigert, weil diese nicht von einer Gesundheitsorganisation stamme und "Benutzergenerierte Daten nicht von einer seriösen Quelle auf ihre Richtigkeit überprüft wurden." Die Entwickler von "Coronavirus Reporter" haben eigene iOS-App bereits am 3. März in den App Store hochgeladen, zu dem Zeitpunkt hat Apple noch keine Pläne zu der gemeinsamen Schnittstelle mit Google verkündet. Laut Klage habe Apple aber kaum einen Monat später eine App zugelassen, die ähnlich funktioniere. Die von Apple und Google entwickelten APIs hingegen seien "weitgehend ein Fehlschlag".

Allerdings ist nicht klar, ob die Kläger selber ihre Klage ernst nehmen: In einem der Anklagepunkte unterstellen sie den Apple-Mitarbeitern aus dem App Store seelische Störungen, weil sie "... den ganzen Tag damit verbringen, Träume, Jahre der Arbeit und talentierte App-Entwickler zu zerstören".

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