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Corona-Warn-App mit strengerer Risikoberechnung

25.02.2021 | 09:54 Uhr | Thomas Hartmann

Kürzere Kontaktauswertung und klarere Zeitfenster versprechen die Entwickler der immer noch etwas stiefmütterlich behandelten Corona-Warn-App.

Die Risikoberechnung der offiziellen Corona-Warn-App soll umgestellt werden, um der neuen Situation mit aggressiveren Virusmutanten besser zu begegnen. Das ergibt sich aus einem halbstündigen Podcast von Telekom und SAP unter der Überschrift ”Der digitale Virus-Wachhund”. Die Sendung hat iPhone-Ticker.de zusammengefasst . Dabei unterhalten sich die Pressesprecher von SAP und Telekom, Hilmar Schepp und Nicole Schmidt, mit dem SAP-Softwarespezialisten Thomas Klingbeil sowie Justus Benzler, Epidemiologe am Robert-Koch-Institut.

Vor allem sollen Kurzkontakte nun schon ab fünf statt wie bisher mindestens zehn Minuten Begegnungszeit Berücksichtigung finden, was zu einer leichten Steigerung der Warnungen bei niedrigem Risiko führen kann. Außerdem sollen mittels des neuen Frameworks (das ist die von Google und Apple ausgegebene Version 2.0 des sogenannten ”Exposure Notification Frameworks“ (ENF V2) nicht mehr einfach Durchschnittswerte von Begegnungen mit anderen Geräten des Tages berechnet werden, sondern im Rahmen von klar definierten halbstündigen Zeitfenstern. So könnten mehrere aufgrund des Zeitfensters als ”grün” kategorisiere Begegnungen insgesamt zu einem roten Status führen, wie sich im Blog zur Corona-Warn-App nachlesen lässt (eine Umstellung auf deutsche Sprache ist oben rechts im Fenster möglich).

Den SAP- und Telekom-Podcast in Folge 11 kann man sich hier  anhören .

Aktuell ist derzeit Version  1.12.1 der Corona-Warn-App , bis Mitte Februar 2021 wurde sie nach offiziellen Angaben gut 25 Millionen Mal heruntergeladen – wie viele sie auch aktiv nutzen und vor allem positive PCR-Testergebnisse eintragen, lässt sich schwer abschätzen. Nur dann aber ist sie wirklich für alle auch nützlich.

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