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Covid-Ausbruch im Apple Store: Infektionsschutz offenbar ungenügend

13.12.2021 | 10:20 Uhr | Thomas Hartmann

NBC sprach mit vier Mitarbeitenden des Apple Store in Southlake (Texas). Demnach hätte sie ihr Vorgesetzter telefonisch auffordert, trotz Krankheitssymptomen zur Arbeit zu kommen.

Während Apple zu den ersten nationalen Einzelhändlern gehörte, die  im Jahr 2020 wegen Covid-19 alle US-Filialen schlossen, berichten Mitarbeitende am Standort Southlake in Texas, dass sie nicht immer in der Lage waren, mit dem gleichen Maß an Vorsicht zu arbeiten. NBC sprach dazu nach eigener Auskunft  mit vier aktuellen und ehemaligen Angestellten der Filiale in Southlake. Derzeit ist der Store mit seinen insgesamt 151 Mitarbeitenden noch wegen mehrerer positiver Covid-19-Befunde geschlossen. Diese vier Fälle wurden allesamt nach dem ”Black Friday” am 26. November festgestellt, wie eine interne E-Mail, die auch im Besitz von NBC ist, ausführt. Inzwischen hätten sogar 22 Mitarbeitende des Stores "mitgeteilt, dass sie positiv auf Covid-19 getestet wurden”, wird ein Filialleiter aus einer Webex-Sitzung vom vergangenen Mittwoch zitiert. Demnach haben diese "eine positive Diagnose erhalten und werden nach 10 Tagen Isolierung und 48 Stunden Symptomfreiheit an ihren Arbeitsplatz zurückkehren", so der Manager. Alle Mitarbeitenden müssten am Sonntag vor der geplanten Wiedereröffnung des Geschäfts am heutigen Montag (13. Dezember) einen Antigen-Schnelltest vorlegen.

Trotz Symptomen zur Arbeit bestellt

Im Fall der oben erwähnten vier Mitarbeitenden des Stores, die trotz Symptomen zur Weiterarbeit aufgefordert worden, hätten zwei dieser Fälle an der Covid-19-Umfrage (Survey), die Angestellte eines Apple Stores regelmäßig vor der Arbeit machen müssen, teilgenommen. Die Ergebnisse bezüglich möglicher Symptome ergaben, dass sie von der Arbeit fern bleiben sollten. Der Manager reagierte laut NBC nicht auf die Anfragen des Channels.

Ähnliches wird aus einem anderen Südstaaten-Store berichtet, wo ein Mitarbeitender, der namentlich nicht genannt werden wollte, trotz Covid-ähnlichen Symptomen am Black Friday eingesetzt wurde – allerdings war sein Test vorher nicht positiv. Doch das ist laut Apples Richtlinien auch nicht nötig, entsprechende Symptome reichen schon, um sich in einem solchen Fall krankzumelden. Seine Stimme sei ganz rau gewesen, was den Kunden auch aufgefallen wäre, die selbst keine Masken getragen hätten.

Womöglich nur Einzelfall

Ein Apple-Sprecher habe gegenüber NBC erklärt, dass das Unternehmen seit den ersten Tagen der Pandemie die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kunden und Mitarbeitenden in den Vordergrund gestellt habe. "Da wir weiterhin mit diesen anhaltenden Herausforderungen konfrontiert sind, bleiben wir einem umfassenden Ansatz für unsere Teams verpflichtet, der regelmäßige Tests mit täglichen Gesundheitschecks, Masken für die Mitarbeitenden, gründlicher Reinigung und bezahltem Krankenurlaub kombiniert", hieß es. Inwiefern die Berichte aus Texas Einzelfälle sind, und wie andere Apple Stores damit konkret umgehen, lässt sich daraus nicht ableiten.

Der Store in Southlake jedenfalls öffnet heute um 10:00 Uhr lokaler Zeit wieder – auf der Website steht lediglich , dass für Kunden Masken empfohlen sind, wenn man selbst keine dabei hätte, könne man sich im Store welche geben lassen. Aber eben – Pflicht ist es nicht.

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