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Cubbit: Alternative zu Cloud-Diensten und NAS?

29.03.2019 | 14:04 Uhr | Stephan Wiesend

Das neue System Cubbit ist eine interessante neue Lösung für das Bereitstellen von Speicherplatz.

Cloud-Dienste wie iCloud, Dropbox und One Drive bieten nur begrenzten Speicherplatz und kosten eine monatliche Gebühr. Eine interessante Alternative ist das Projekt Cubbit, für das aktuell gerade eine Kickstarter-Aktion endet . Grundlage des Systems ist ein kleines Kästchen namens Cubbit Cell, das man per Netzwerkkabel mit seinem heimischen Router verbindet – ähnlich einem NAS oder lokalen Server. 512 GB oder 1TB Speicher sind vorinstalliert, man kann den Speicherplatz auf bis zu 4TB erweitern. Die Besonderheit ist die Cloud-Funktion. Über Web und iOS-App ist der Zugriff auf die Daten möglich, auch öffentliche Freigaben von Dateien werden unterstützt. Bis zu vier Accounts kann das System verwalten, etwa für Familienmitglieder und Freunde. Aktuell erhält man die 512 GB-Version für 259 Euro (statt später 299 Euro), die 1TB-Version für 299 Euro, eine Einzelhandel-Version wird dann 379 Euro kosten.

Auch mit einem NAS kann man Daten verwalten und weltweit darauf zugreifen: Der größte Vorteil gegenüber einem NAS ist aber der automatische Upload der Daten, diese gehen also bei einem Defekt des Cell nicht verloren. Dabei kommt das System ohne Rechenzentrum aus: Die Daten werden nämlich verschlüsselt hochgeladen (AES-256) und auf anderen Cubbit Cells gespeichert.  Laut Hersteller soll aber auch das Zugriffstempo auf die Daten schneller sein, da man auf ein schnelles P2P-Netzwerk zugreift – das meist schneller sei als viele Heim-Anbindungen.

Auch eine lahme Internetanbindung sei kein Problem: Speichert man etwa eine große Datei, wird diese zuerst zum heimischen Cubbit übertragen. Der Upload erfolgt dann automatisch im Hintergrund. Per Bittorrent-Protokoll (Mikro-TP-Protokoll) sorgt das System für die optimale Ausnutzung der Bandbreite und minimale Störung anderer Aktionen.

Für die Privatsphäre sorgt das Zero-Knowledge-Prinzip, nur der Endnutzer hat Zugriff auf seine entschlüsselten Dateien.

Unsere Meinung:

Das Konzept hat einige interessante Optionen, vor allem der automatische Backup der Daten ist interessant. Die Funktionalität hängt aber vermutlich stark von der Anzahl der Nutzer ab, die sich schwer vorhersagen lässt. Zumindest bei Kickstarter scheint die Nachfrage aber hoch zu sein.

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