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Cybercrime: Corona und die Angst vor Kriminalität im Internet

20.05.2020 | 14:56 Uhr |

Während der Coronakrise verlagern sich immer größere Teile unseres Alltags in den virtuellen Raum. Wie sich das auf unser Sicherheitsgefühl auswirkt und welche Maßnahmen Menschen unternehmen, um sich zu schützen, hat eine Studie untersucht.

Die Coronakrise und die daraus resultierenden Konsequenzen in Form von Ausgangsbeschränkungen und Home-Office haben große Teile des Alltags in den virtuellen Raum verlegt. Sei es das Arbeiten von Zuhause, treffen mit Freunden in virtuellen Chatrooms oder Online-Shopping – in den letzten Monaten finden immer mehr Abläufe online statt. Der dadurch angestiegene Internet-Traffic ist so hoch, dass sich sogar Streaming-Portale genötigt sahen (auch auf Bitten der Europäischen Union) die maximale Qualität ihrer Videostreams zu reduzieren. Je mehr unserer alltäglichen Aufgaben online stattfinden, desto wichtiger wird auch die Frage nach der Sicherheit im Netz. Der Zusammenhang ist schnell hergestellt: Wenn Sie in der Innenstadt ihres Ortes einkaufen gehen, möchten Sie sich sicher fühlen. Wenn Sie Ihre Einkäufe bei einem Online-Händler tätigen, ebenso. Eine neue Studie von Dashlane hat sich mit der Frage beschäftigt, wie sicher sich Onlinenutzer in Corona-Zeiten fühlen und welche Maßnahmen für Sicherheit im Netz sie in diesen außergewöhnlichen Zeiten ergreifen.

Gestiegenes Unsicherheitsgefühl und erhöhte Maßnahmen

Die Studie zeigt, dass das Sicherheitsgefühl im Internet seit dem Ausbruch des Corona-Virus gesunken ist. 59 Prozent der Teilnehmer verspüren im Netz eine größere Gefahr aufgrund der Tatsache, dass so viele Vorgänge jetzt online stattfinden. Besonders besorgt sind Menschen ab 35 Jahren (≈ 60 %), jüngere Teilnehmer sind etwas optimistischer (≈ 55 %). Daraus resultieren auch konkrete Maßnahmen: Fast die Hälfte (47 %) der Teilnehmer gab an, in diesem Zeitraum zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor Bedrohungen im Netz ergriffen zu haben. Dazu zählen VPN-Zugänge und Antiviren-Programme, aber auch das einfache Abkleben der eingebauten Webcam. Doch die größte Unsicherheit ist am Ende doch der Faktor Mensch: 21 Prozent der Teilnehmer gab an, erlebt zu haben, wie ein Familienmitglied oder Mitarbeiter Passwörter mit anderen teilt. Zum Beispiel für Streaming-Plattformen, Online-Shops oder auch Websites für die Arbeit.

Privates und berufliches wird nicht genug getrennt

Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass private und berufliche Geräte nicht strikt voneinander getrennt werden. Obwohl 57 Prozent der Teilnehmer glauben, dass berufliche Geräte (Laptos, Smartphones etc.) besser geschützt sind als private, gaben sogar 59 Prozent an, ihre privaten Geräte für berufliche Dinge genutzt zu haben.

Über die Studie

Die Studie wurde vom US-Amerikanischen Unternehmen Dashlane durchgeführt. Zu den Produkten von Dashlane gehört ein Passwort-Manager und eine digitale Brieftasche. An der Studie nahmen 2.018 US-Amerikaner teil, wovon 1.123 berufstätig sind.

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