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"Cyberpunk 2077" auf Mac? Hallo? Ja? Hier ist Shadow!

10.12.2020 | 10:27 Uhr | Thomas Hartmann

Das wohl meist erwartete Spiel dieses Jahres ist das viel diskutierte "Cyberpunk 2077". Doch nicht für den Mac. Es sei denn, man benutzt eine Virtualisierung wie Shadow von Blade.

Streng genommen ist Shadow vom französischen Entwickler Blade keine Virtualisierung wie beispielsweise Parallels Desktop, sondern ein Cloud-PC, der eine komplette Windows-Umgebung auf das Endgerät streamt. Letzteres kann ein anderer PC sein, aber eben auch ein Mac, sogar iPads oder iPhones werden unterstützt. Wir haben schon öfter über diesen Ansatz berichtet, zuletzt über Neuerungen unter iPadOS.

Auch anspruchsvolle PC-Games auf Mac Mini

Allgemein ist unsere Erfahrung, dass man sowohl auf einem älteren PC mit schwächerer Grafikkarte oder sogar auf einem Mac Mini ohne dezidierte Grafikkarte auch hochkarätige Games sehr gut spielen kann – so haben wir es beispielsweise mit ”Shadow of the Tomb Raider” und "Shadow" (jetzt von Blade…) getestet, und zwar auf einem Mac Mini von 2014, wo es einwandfrei lief . Das ist auch kein Wunder, denn Shadow interessiert sich nicht wirklich für die Spezifikationen des Endgeräts, sondern nur, ob Internetverbindung und Bandbreite ausreichend sind. Diese beginnen bei mindestens 15 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit die Details für die Systemvoraussetzungen findet man hier .

Auch mit anderen grafisch fordernden Spielen wie zum Beispiel ”Star Wars Jedi: Fallen Order” oder ”Horizon Zero Dawn” haben wir gute Erfahrungen gemacht. Sodass davon auszugehen ist, dass auch das von vielen Gaming-Magazinen bereits hochdekorierte "Cyberpunk 2077" ( hier auf Steam ) selbst auf einem älteren Mac bei ausreichender Verbindungsgeschwindigkeit läuft – was anders außer mit Boot Camp schon aufgrund der ausschließlichen PC-Variante mit hohen Systemanforderungen bisher gar nicht möglich wäre.

Neuer Mac-Client

Zwar konnten wir dies konkret noch nicht ausprobieren. Es gibt aber keinen Grund zum Zweifeln, dass dies wie mit anderen PC-Games auch mit "Cyberpunk 2077" auf dem Mac unter Shadow von Blade genauso gut funktionieren sollte. Zumal der Client nun auch weiter verbessert wurde. Der Grafiktreiber wird ohnehin auf Wunsch immer wieder automatisch aktualisiert. Und unter dem in der Headline zitierten Titel ”Hallo? Ja? Hier ist Shadow!” beschreibt der Entwickler in seinem Blog die neuesten Verbesserungen des Client 3.7.5 unter anderem für den Mac, so etwa die Bildskalierung (Auflösung) des Mac-Betriebssystems, die nun automatisch von Shadow übernommen wird. Auch gibt es die Möglichkeit, den alternativen Rendering-Modus ”Metal”, den Apple bekanntlich bevorzugt, im Launcher auszuwählen (ab macOS 10.15).

Und M1-Macs?

Ferner wollten wir wissen, wie es denn mit Shadow und den neuen Apple Silicon M1-Macs aussieht, ob auch diese  unterstützt würden. Klare Antwort: Ja. Auf jeden Fall unter Rosetta 2, was bereits nicht sehr langsam sein soll. Außerdem arbeite man bei Blade gerade an einer nativen Unterstützung des Shadow-Clients für Apple Silicon. Abgesehen von Spielen ist diese Cloud-Variante eines kompletten Windows-Betriebssystems auf dem Mac daher eine sehr schnelle Alternative für die neuen Apple-Chips als Arbeitsumgebung – obwohl man bei längerer Nicht-Aktivität von Shadow bald wieder abgemeldet wird, um Ressourcen zu schonen und die Übertragungskapazitäten allgemeiner zur Verfügung zu haben. Und mit dem Haken, dass ”Shadow Boost”, wie der Cloud-PC mit Windows 10-Lizenz dort heißt, zum Preis ab 13 Euro pro Monat   derzeit für Neukunden noch ein langfristiger Bestellprozess ist, über den man nicht genauer Auskunft erhält. Am besten schaut man sich die FAQs (häufig gestellte Fragen) an, hier erhält man die wichtigsten Informationen . Oder man wendet sich direkt an den Support des Entwicklers , um auch die Fragen der Dauer einer Aktivierung aus erster Hand zu klären. Denn wenn es mal läuft – dann lohnt es sich in dem beschriebenen Rahmen allemal.

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