918893

DSL: Mit dem Mac ins Breitband

03.02.2004 | 13:34 Uhr |

Bevor ein Mac Zugriff auf einen DSL-Zugang hat, muss die Hardware-Verkabelung an der Telefondose korrekt sein. Eine entsprechende Anleitung findet sich bereits beim Splitter des DSL-Betreibers, viel komplizierter als einen Mac in Betrieb zu nehmen ist dieser Vorgang nicht. Schließlich sollte am DSL-Modem oder am Router ein Lichtzeichen bestĂ€tigen, dass sich das Modem mit der nĂ€chstgelegenen DSL-Gegenstelle synchronisiert hat. Ab jetzt kann sich ein Computer mit den passenden Zugangsdaten bei einem Provider einwĂ€hlen. Unter Mac-OS X ist das Kontrollfeld "Netzwerk" in den Systemeinstellungen die richtige Anlaufstelle. Im Abschnitt "PPPoE" (Point-to-Point-Protocol over Ethernet) gibt der Kunde sein vom Provider zugewiesene Kennung sowie das passende Passwort an. Auf Wunsch kann Mac-OS X in der MenĂŒleiste links neben der Uhrzeit ein kleines Icon einblenden, das bei einem Mausklick ein MenĂŒ zur DSL-Einwahl oder zur Trennung der Leitung einblendet.

Im Bereich "TCP/IP" ist der Mac fĂŒr den DHCP-Dienst zu konfigurieren (Dynamic Host Configuration Protocol). Bei einer Direktverbindung zwischen DSL-Modem und Mac bekommt der Rechner seine Zugangsdaten, wie IP-Nummer und DNS-Server (Domain Name Service), vom DSL-Einwahlknoten des Providers ĂŒbermittelt. HĂ€ngt der Mac zusammen mit anderen Computern in einem lokalen Netz an einem DSL-Router ĂŒbernimmt Letzterer die Zuweisung der wichtigsten Daten. Allerdings ist in diesem Fall "PPPoE" nicht mehr erforderlich - die Einwahl beim Anbieter ĂŒbernimmt der Router, sobald ein Rechner in LAN (Local Area Network) Daten von einem Internet-Server anfordert. Diese Einwahl dauert ĂŒbrigens nur wenige Augenblicke, so dass sich bei einer Neueinwahl nach einem Abbruch der Verbindung ein kurze Pause von zwei bis drei Sekunden ergibt.

Ist die Einwahl in ein DSL-Netz erst einmal geglĂŒckt, steht dem grenzenlosen Surf- und Mail-VergnĂŒgen nichts mehr im Wege. Einfach den Lieblings-Webbrowser, dass persönliche E-Mail-Programm oder auch mal ein Internet-fĂ€higes Spiel starten - die Online-KreativitĂ€t des Benutzers ist ab diesem Zeitpunkt nur noch durch das gewĂ€hlte Tarifmodell eingeschrĂ€nkt. Übrigens mĂŒssen sich Mac-Benutzer keine tiefschĂŒrfenden Gedanken ĂŒber Sicherheit machen. Dank es Unix-Unterbaus von Mac-OS X ist das System bereits in der Grundkonfiguration hervorragend gegen Zugriffe und Attacken aus dem Netz abgeschirmt. HĂ€ngt zwischen Mac und Netz sogar noch ein Router, ĂŒbernimmt dieser zusĂ€tzlich die Rolle einer Firewall. Panik wegen Viren ist ebenfalls nicht angebracht, derzeit gibt es keine zerstörerischen oder sonstwie gearteten Viren fĂŒr Apples aktuelles Betriebssystem. Trotzdem kann ein separater Virenscanner, beispielsweise von Sophos oder Intego, die Sicherheit deutlich erhöhen - vor lĂ€stigen Office-Viren, die als Makro getarnt auf einen Rechner gelangen, kann sich Mac-OS X nicht selbststĂ€ndig verteidigen. Vor Angriffen im Stil solcher Zeitgenossen wie "Blaster" oder "MyDoom" ist die Mac-Familie bisher verschont geblieben. Was natĂŒrlich keine Garantie fĂŒr die Zukunft sein kann - deswegen unser Tipp: ZusĂ€tzliche Firewall-Software nein, separater Virenscanner ja.

Macwelt Marktplatz

918893