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DSL am Mac

19.01.2007 | 13:06 Uhr |

DSL am Mac

Seit Mac-OS X ist die Unterstützung von DSL beziehungsweise des DSL-Protokolls PPPoE (Point-to-Point-Protocol over Ethernet) ins Betriebssystem integriert. Sofern nur ein einzelner Mac in den Genuss der schnellen Datenleitung kommen soll, ist die Ethernet-Schnittstelle mit der des Mac über ein handelsübliches Ethernet-Kabel zu verbinden. Die Konfiguration am Mac erfolgt über den Reiter „PPPoE“ der Systemeinstellung „Netzwerk“. Die Verbindung ins Internet kann automatisch hergestellt und nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität selbsttätig beendet werden. Dieses Feature ist für Nutzer eines zeitabhängigen DSL-Tarifs wichtig. Vorsicht: Einige Programme und Systemservices öffnen automatisch Internet-Verbindungen, zum Beispiel Software-Update, Timeserver und andere. Ohne Flatrate sollte man dies abschalten, damit es bei der nächsten Telefonrechnung keine böse Überraschung gibt.

DSL und Netzwerk

Wer zu Hause oder in der Firma den DSLAnschluss auch anderen Familienmitgliedern oder Kollegen zur Verfügung stellen will, kann dies über einen DSL-Router tun. Die PPPoE-Einstellungen erfolgen in dem Fall auf dem Router. Macs, Windows- PCs und Unix/Linux-Rechner sind mit dem Router per Ethernet verbunden. Sämtliche Anwender können hierbei parallel surfen und im Internet agieren. Der Router versieht in diesem Fall die Aufgabe eines Verbinders zwischen zwei Netzwerken, dem internen Netz und dem Internet. Er ist mit dem Internet verbunden und bekommt vom DSL-Provider eine IP-Nummer zugeteilt. Nur sie ist vom Internet aus zu „sehen“. Anfragen eines Surfers aus dem internen Netzwerk, etwa nach einer Web seite, übermittelt der Router ins Internet und leitet die Antwort (Browserinhalt) an den anfragenden Computer im Netz. Der Router verwendet dabei eine Technik namens NAT (Network Adress Translation): Er „weiß“, welche IPNummer der anfragende Computer aus dem heimischen Netz hat, und kommuniziert über seine externe IP-Nummer mit dem Internet. Über einen DNS-Service kann man einem eigenen Server auch einen Namen geben. So oder so lassen sich aber über DSL problemlos Dienste im Internet anbieten.

Router und Modem

Viele Router bieten neben Ethernet-Hub und WLAN auch ein integriertes DSL-Modem. Das spart die Aufstellung diverser Geräte und den zugehörigen Kabelverhau. Wer schon mit ADSL2+, VDSL oder Internet über Fernsehkabel liebäugelt, sollte darauf achten, dass das Modem entweder den notwendigen Standard unterstützt oder abschaltbar ist und der Router nach einem Wechsel ein passendes externes Modem nutzen kann. Bei älteren gebrauchten Routern sollte man lieber einen ohne Modem nehmen, da oft der Support für neue DSL-Varianten fehlt.

Fazit

Wer jetzt über einen DSL-Anschluss nachdenkt, sollte nach Auswahl eines geeigneten Tarifs nach aktuellen Sonderangeboten Ausschau halten. Derzeit überbieten sich die Provider bei Angeboten und Zusatzleistungen gegenseitig. So fällt schon mal die Anschlussgebühr weg und häufig ist auch ein gesponserter Router mit im Paket.

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