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DVCAM

01.02.2007 | 12:15 Uhr |

DVCAM

DVCAM ist eigentlich dasselbe Format wie DV, auch was die Verarbeitung innerhalb von Final Cut Pro anbelangt. Auch hier handelt es sich um einen Datenstrom von 3,6 MB/s bei einer 5:1-Kompression und einer Bildgröße von 720 x 576 Pixel. Der Unterschied zwischen DV und DVCAM liegt in der Aufzeichnung: Statt wie üblich 60 Minuten Material auf einer Mini-DV-Kassette aufzuzeichnen, nimmt DVCAM nur etwa 30 Minuten auf. Dadurch ergibt sich eine geringere Schreibdichte und eine höhere Robustheit des Bandes. Ob das nun in einer höheren Bild und Tonqualität resultiert oder nicht, darüber streiten sich die Experten. Die Aufzeichnungsqualität ist grundsätzlich gleich, nur die Wahrscheinlichkeit, dass Dropped Frames bei der Aufnahme auftauchen, ist geringer. Die Audiosynchronität, die bei DV nicht ganz optimal ist, soll mit DVCAM auch besser sein.

DVCPRO25

Vergessen Sie DVCPRO25! Die Entwicklung dieses Formats bleibt uns unverständlich. Im Gegensatz zu DV PAL mit 4:2:0Sampling liefert DVCPRO25 genau wie DV NTSC ein 4:1:1Sampling, weshalb der Codec dort auch derselbe ist. Ansonsten ändert sich am Signal und der Qualität nichts. Die Kassetten und Geräte sind zwar robuster und bieten vor allem deswegen eine geringere Dropped-Frame-Wahrscheinlichkeit, aber für PAL-Produktionen empfiehlt sich eher DVCAM von Sony. Wenn man DVD-Produktionen machen möchte, schießt man sich mit DVCPRO25 zudem ins Knie, da die DVD ebenfalls ein 4:2:0Sampling hat, und zwar für PAL und NTSC. Durch eine Wandlung von 4:1:1 nach 4:2:0 hat man einen zusätzlichen Qualitätsverlust, weshalb DV PAL und DVCAM auf jedem Fall vorzuziehen sind.

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