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DVPAL und DVNTSC

01.02.2007 | 12:15 Uhr |

DVPAL und DVNTSC

Das DV-Format ist allgemein gültig, sodass es hier nur den Unterschied zwischen DVPAL und DVNTSC gibt. Somit hat das DVPAL-Format immer eine Größe von 720 x 576 Bildpunkten bei einem Seitenverhältnis von 5:4, eine Bildrate von 25 Bildern pro Sekunde und einem 4:2:0Sampling. Das DVNTSC-Format ist immer 720 x 480 Pixel groß, bei einem Seitenverhältnis von 3:2 mit 29,97 Bildern pro Sekunde und einem 4:1:1Sampling. Beide Formate haben eine feste Datenrate von 25 MBit oder ca. 3,6 MB pro Sekunde und benötigen damit rund 1 GB Festplatte pro fünf Minuten Film. Audiomaterial wird mit 32 kHz oder 48 kHz aufgezeichnet, je nachdem, ob man zwei oder vier Kanäle nutzen möchte. Manche Consumer-Kameras sind auf 32 kHz voreingestellt, obwohl nur ein internes Stereomikrofon vorhanden ist. Wenn Sie später auf DVD gehen wollen, sollten Sie auf jeden Fall immer in 48 kHz aufnehmen. Die Audioeinstellung im Kameramenü wird oft mit 12 Bit angeben, sodass Sie hier auf 16 Bit umstellen müssen.

Der Kompressionsfaktor von DV ist auf 5:1 festgelegt, das heißt, das Video-material wird mit Faktor 5 bereits bei der Aufnahme von der Kamera auf Band zusammengedampft und später auch mit gleicher Kompression verarbeitet. Bei dem Sampling handelt es sich um einen digitalen Wert, der beschreibt, wie Farb- und Helligkeitsinformationen in den Bildpixeln abgelegt werden.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil von DV ist die Simplizität der Übertragung von Audio und Videodaten sowie von Timecodes und Gerätesteuerung. Mussten bis dato alle diese Daten (falls überhaupt vorhanden) über eine Vielzahl an Kabeln von der Kamera oder dem Recorder auf den Computer übertragen werden – nicht selten brauchte man bis zu sechs Kabel: Video, bei analog ge- trennt in Y, U und V, zwei Stereo-Audio-kanäle sowie eine serielle Gerätesteuerung –, so ermöglicht das Firewire-Protokoll die Kommunikation aller Ströme mittels eines einzigen dünnen, biegsamen Kabels. Dadurch vereinfacht sich die Videobearbeitung um ein Vielfaches, speziell im mobilen Bereich mittels Final Cut Pro und einem Powerbook, wo nur ein Firewire-Anschluss zur Verfügung steht und keine zusätzlichen PCI-Karten installiert werden können. Wer einen externen Referenzmonitor (oder Fernseher) zur Kontrolle des Videobildes anschließen möchte, kann dies über die (freigeschaltete) DV-Kamera tun und somit den Digital/Analog-Wandler der Kamera oder des Decks nutzen. Auch können analoge Lautsprecher direkt mit der Kamera, dem Deck oder dem PAL-Monitor verbunden werden, sofern dieser über Audioeingänge und -ausgänge verfügt. Je nach professionellem Anspruch gibt es Geräte mit Consumer-Anschlüssen wie Composite und Cinch oder Broadcast-Verbindungen wie BNC und XLR.

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