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Dark Mode: Entwickler über Probleme bei Anpassung von iOS-Apps

11.05.2020 | 10:39 Uhr | Thomas Hartmann

Graham Bower schildert als Mitentwickler einer Fitness-App für iOS die Anlaufschwierigkeiten der Umstellung vom bisherigen Erscheinungsbild auf einen perfekten Dark Mode.

Graham Bower ist Grafikdesigner, Autor für "Cult of Mac" und App-Entwickler. Ausführlich teilt er auch Verlauf und Umgang mit seiner Krebserkrankung . Im Zusammenhang mit der Fitness-/Body-Weight-Training-App "Reps and Sets", die es kostenlos oder als Premium-Version für einen geringen Betrag im App Store gibt, beschreibt er die Probleme, eine schon bestehende App vom hellen zum dunklen Modus umzustellen. Und warum man das überhaupt tun möchte.

Der Artikel findet sich bei "Cult of Mac" . Unter anderem stand die Frage an, warum man eigentlich eine nichtkommerzielle App, die schon ihre User hat, überhaupt mit viel Aufwand auf den dunklen Modus umstellen sollte. Dazu meint Bower, er dachte einfach, dass es cool ist und gut aussehen würde. Schließlich benutzt er die App selbst, das iOS aber mit Dark Mode. Da sei es störend gewesen, immer mit dem hellen Licht der eigenen App konfrontiert gewesen zu sein.

Ein Problem bestand darin, das Markengefühl der App, die es schon seit iOS 6 und neun Jahre lang gibt, auch in den dunklen Modus hinüber zu retten. Offensichtlich sei so etwas etwa bei Facebook, wo man ein klares allgemein bekanntes Branding der Marke hat, das bei der Umstellung auf ein anderes Erscheinungsbild nicht einfach verloren gehen darf. So mussten auch für die eigene App bei Beibehaltung typischer Designs und Farben einige Umstellungen vorgenommen werden, bis er zufrieden war, alle Elemente gut erkannt werden konnten (und nicht jetzt einfach zu dunkel oder schwer bedienbar waren).

Leichter wäre es gewesen, hätte man auf die typischen Apple-Bedienelemente und Designs wie Buttons zurückgreifen können. Immerhin gibt es durch Apple einige Unterstützung etwa beim Einfärben kompletter Elemente. Außerdem dürfe man nicht den Light Mode vergessen, den einige weiter benutzen würden. Insgesamt sei dies eine zeitraubende Geschichte, zudem beide Varianten unter verschiedenen Bedingungen von iOS-Versionen und Apple-Hardware zu testen sind, zusammen sei er so auf 16 verschiedene Version gekommen. Getan habe er das nicht für Geld – sondern aus Liebe, wie Graham Bower sich ausdrückt.

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